Pleite: Wenn Geld und Glück gleichzeitig ausgehen

Pleite bezeichnet die Zahlungsunfähigkeit einer Person oder Firma. Als Adjektiv heißt „pleite sein“ umgangssprachlich: kein Geld mehr haben. Übertragen ist eine Pleite ein Misserfolg.

Pleite ist das saloppe Wort für das, was Juristen Insolvenz nennen. Wer pleite ist, hat nicht nur kein Geld mehr, sondern oft auch keinen Plan B. Das Wort funktioniert als Substantiv (*die Pleite*) und als Adjektiv (*pleite sein*).

Formen

GebrauchFormHinweis
Substantivdie Pleitefeminin, groß
Pluraldie Pleiten„Pleiten, Pech und Pannen“
Adjektivpleite seinklein, nicht steigerbar
Verbindungpleitegehenzusammengeschrieben
Ableitungder Pleitegeierscherzhaft für drohenden Bankrott

Beispielsätze

Herkunft: aus dem Jiddischen

Pleite stammt aus dem Jiddischen *pleite* (Flucht, Entkommen), das auf hebräisch *pəlēṭā* zurückgeht. Gemeint war ursprünglich der Schuldner, der vor seinen Gläubigern davonlief. Über das Rotwelsch, die Sondersprache fahrender Händler, kam das Wort im 19. Jahrhundert in die Berliner Umgangssprache und von dort ins Hochdeutsche. Der „Pleitegeier“ ist übrigens eine Umdeutung: Das jiddische *pleite gajer* heißt einfach „Pleitegeher“ – aus dem Geher wurde der Geier.

Schreibt man pleite groß oder klein?

Das Substantiv groß (die Pleite), das Adjektiv klein (ich bin pleite).

Ist Pleite ein Fachbegriff?

Nein. Juristisch heißt es Insolvenz; Pleite ist umgangssprachlich, aber in Medien sehr verbreitet.

Quellen

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