Mantel: warmer Überzieher, Hülle und geometrische Fläche

Ein Mantel ist ein langes Kleidungsstück mit Ärmeln, das man zum Schutz vor Kälte und Regen über der übrigen Kleidung trägt. Übertragen bezeichnet das Wort jede umhüllende Schicht.

Der Mantel ist länger und schwerer als eine Jacke und hält im Winter warm. Wer seinen Mantel nach dem Wind hängt, ändert seine Meinung je nachdem, was gerade Vorteile bringt. Darüber hinaus beschreibt das Wort alles, was etwas umhüllt – vom Fahrradreifen bis zum Zylinder in der Geometrie.

Formen und Komposita

MerkmalFormBeispiel
Genusder Mantel (maskulin)im Mantel
Genitivdes Mantelsder Kragen des Mantels
Pluraldie Mäntelwarme Mäntel
Diminutivdas Mäntelchenein Mäntelchen umhängen
KompositaWintermantel, Regenmantel, Erdmantel, Mantelflächeder Erdmantel

Beispielsätze

Herkunft und Sankt Martin

„Mantel“ ist ein frühes Lehnwort aus lateinisch *mantellum*, „Hülle, Decke“, und wurde schon im Althochdeutschen als *mantal* gebraucht. Kulturgeschichtlich berühmt ist der heilige Martin von Tours: Der Legende nach teilte er als römischer Soldat seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte einem frierenden Bettler. Daran erinnern bis heute die Laternenumzüge am Martinstag, dem 11. November, in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Mantelhälfte (*cappa*) wurde später als Reliquie verehrt; aus diesem Wort entstanden die Begriffe *Kapelle* und *Kaplan*.

Was ist der Unterschied zwischen Mantel und Jacke?

Ein Mantel reicht mindestens bis zu den Oberschenkeln, oft bis zum Knie oder tiefer. Eine Jacke endet etwa an der Hüfte.

Was bedeutet „Mantel des Schweigens“?

Etwas wird absichtlich nicht angesprochen, meist um jemanden oder eine peinliche Sache zu schützen.

Quellen

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