Was bedeutet Wind – und was hat er mit dem Föhn zu tun?
Wind ist eine spürbare Bewegung der Luft, meist durch Unterschiede im Luftdruck verursacht. Übertragen steht das Wort für Gerüchte, Stimmungen und frische Ideen.
Wind sieht man nicht, man sieht nur, was er bewegt. Wer Wind von etwas bekommt, hat ein Geheimnis gerochen, bevor es offiziell ist. Kaum ein Wetterwort hat so viele Redewendungen hervorgebracht.
- Bewegung der Luft. *Heute weht ein kalter Wind aus Osten.*
- Übertragen: Stimmung, Richtung. *In der Firma weht jetzt ein anderer Wind.*
- Umgangssprachlich: Aufhebens, Getue. *Mach nicht so viel Wind um die Sache!*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Wind | ein leichter Wind |
| Genitiv | des Winds / Windes | die Richtung des Windes |
| Plural | die Winde | Passatwinde |
| Adjektiv | windig | ein windiger Tag |
| Komposita | Gegenwind, Windrad, Windstille | Das Windrad dreht sich. |
Redewendungen
- Er hat meine Warnung in den Wind geschlagen.„in den Wind schlagen“ = nicht beachten.
- Mit der neuen Chefin kommt frischer Wind ins Team.Positiv: neue Ideen, Erneuerung.
- Damit nimmst du ihm den Wind aus den Segeln.Jemandem die Argumente oder den Schwung nehmen.
Regionale Winde
- Föhn – warmer, trockener Fallwind an der Nordseite der Alpen; er gab dem Haartrockner seinen Namen, zuerst als Markenname *Fön*.
- Bise – kalter Nord- oder Nordostwind in der Schweiz.
- Bora – heftiger, kalter Fallwind an der Adria.
- Brise – an der Küste ein leichter bis mäßiger Wind, siehe Brise.
Wird der Wind sehr stark, spricht man von einem Sturm; ab Windstärke 12 auf der Beaufortskala von einem Orkan.
Wie misst man Wind?
Mit einem Anemometer; die Stärke wird in Metern pro Sekunde, Kilometern pro Stunde oder nach der Beaufortskala angegeben.
Heißt es Föhn oder Fön?
Der Wind heißt immer *Föhn*. Das Gerät schreibt man heute ebenfalls meist *Föhn*; *Fön* war ursprünglich ein geschützter Markenname.