Kochen: Speisen zubereiten, Wasser erhitzen, vor Wut sieden

Kochen bedeutet, Speisen durch Hitze zuzubereiten, eine Flüssigkeit bis zum Sieden zu erhitzen oder übertragen: vor Wut innerlich toben.

Das Verb kochen beschreibt eine der ältesten Kulturtechniken. Man kocht Nudeln, Suppe oder Kaffee – und manchmal kocht man selbst vor Ärger. „Hier wird auch nur mit Wasser gekocht“ heißt: Auch die anderen sind nicht besser als wir.

Konjugation

FormkochenBeispiel
Infinitivkochengern kochen
Präsens (er)kochter kocht Reis
Präteritumkochtesie kochte Tee
Partizip IIgekochtgekochte Eier
Perfekt-Hilfsverbhabenwir haben gekocht

Beispiele

Ein frühes Lehnwort aus dem Latein

Kochen gehört zu den ältesten lateinischen Wörtern im Deutschen. Die Germanen übernahmen das lateinische *coquere* (Volkslatein *cocere*) zusammen mit römischen Küchentechniken, lange vor dem Mittelalter; daraus wurde althochdeutsch *kochōn*. Auch *Koch* (lateinisch *cocus*) und Küche (lateinisch *coquina*) stammen daher. Das englische *cook* und das deutsche *kochen* sind also Geschwister mit römischer Mutter. Zum Kochen braucht man fast immer Wasser oder Fett.

Ist kochen dasselbe wie sieden?

Fast. „Sieden“ ist gehobener und technischer und meint das Aufwallen der Flüssigkeit.

Heißt es „ich koche“ oder „ich kocht“?

Richtig ist „ich koche“, „du kochst“, „er kocht“.

Quellen

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