Befehl: eine Anweisung, die befolgt werden muss

Ein Befehl ist eine verbindliche Anweisung, die jemand mit Autorität erteilt. In der Informatik bezeichnet er eine Anweisung an den Computer.

Ein Befehl lässt keine Wahl: Man soll ihn ausführen, nicht diskutieren. „Befehl ist Befehl“ – mit diesem Satz haben sich Menschen oft vor eigener Verantwortung gedrückt. Heute erteilen wir die meisten Befehle Computern.

Formen

FormbefehlenHinweis
Nomender Befehl, die Befehlemaskulin
Präsens (er)er befiehltich befehle, du befiehlst
Präteritumer befahlKonjunktiv II: beföhle
Partizip IIbefohlenPerfekt mit „haben“
Imperativbefiehl!selten

Beispielsätze

„Befehl ist Befehl“ und das Gewissen

Der Satz „Befehl ist Befehl“ steht in Deutschland für blinden Gehorsam und ist seit den Nürnberger Prozessen schwer belastet. Die Bundeswehr kennt deshalb das Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“: Ein Befehl, der die Menschenwürde verletzt, muss nicht befolgt werden; einer, der eine Straftat verlangt, darf nicht befolgt werden (§ 11 Soldatengesetz). Ähnliche Wörter sind *Anweisung*, *Weisung* und *Kommando*; weicher ist die Bitte. Wer Befehle gibt, ist oft ein Chef oder Offizier.

Wie konjugiert man befehlen?

Unregelmäßig: *befehlen – befahl – befohlen*, im Präsens mit e/ie-Wechsel: *du befiehlst, er befiehlt*.

Was ist der Unterschied zwischen Befehl und Auftrag?

Ein Befehl muss befolgt werden. Einen Auftrag kann man annehmen oder ablehnen, oft gegen Bezahlung.

Quellen

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