Was macht einen Denker aus? Vom Philosophen bis zum Querdenker

Ein Denker ist ein Mensch, der sich intensiv und oft schöpferisch mit Ideen auseinandersetzt, besonders ein Philosoph oder Gelehrter mit eigenen Gedanken.

Ein Denker ist mehr als jemand, der denkt – das tun schließlich alle. Gemeint ist ein Mensch, dessen Gedanken Gewicht haben: Philosophen wie Kant, Gelehrte, Theoretiker. Die Skulptur „Der Denker“ von Auguste Rodin zeigt einen Mann, der mit aufgestütztem Kinn grübelt – das wohl bekannteste Bild des Nachdenkens. Im Alltag nennt man auch kluge Köpfe so, manchmal mit einem Augenzwinkern.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Denkermaskulin
Femininumdie DenkerinPlural: Denkerinnen
Pluraldie Denker–
KompositaVordenker, Querdenker, Freidenkerunterschiedliche Wertung
Verbdenkener denkt, hat gedacht

Beispiele

Das „Volk der Dichter und Denker“

Die Formel vom deutschen „Volk der Dichter und Denker“ entstand um 1800, als Goethe, Schiller, Kant und Hegel das geistige Leben prägten. Sie wurde zum stolzen Selbstbild und zugleich zum Ziel von Spott – Karl Kraus machte daraus das böse Wortspiel vom Volk der „Richter und Henker“. Auch die Komposita zeigen, wie unterschiedlich das Wort bewertet wird: Ein Vordenker wird bewundert, ein Querdenker galt lange als origineller Kopf, wird heute aber oft mit Verschwörungsdenken verbunden.

Ist „Denker“ dasselbe wie „Philosoph“?

Nicht ganz. Jeder Philosoph ist ein Denker, aber nicht jeder Denker ist Philosoph; auch Wissenschaftler oder Schriftsteller können gemeint sein.

Was ist ein Freidenker?

Jemand, der sich in religiösen Fragen von kirchlichen Lehren löst und nach eigener Vernunft urteilt.

Quellen

WhatsAppXTelegramFacebook

Mehr Wörter mit 6 Buchstaben