Was bedeutet „von der Pike auf“? Die Pike erklärt

Die Pike ist ein langer Spieß, die Stoßwaffe des Fußvolks im 15. bis 17. Jahrhundert. Heute lebt das Wort vor allem in der Wendung „etwas von der Pike auf lernen“.

Die Pike hat das Schlachtfeld längst verlassen, aber in der Sprache ist sie geblieben. Wer etwas von der Pike auf gelernt hat, hat ganz unten angefangen – so wie einst der einfache Pikenier. Die Waffe selbst war ein Spieß von oft fünf Metern Länge und mehr.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Pikefeminin
Genitivder Pikeunverändert
Pluraldie PikenEndung -n
Personder PikenierSoldat mit Pike
VerwandtPik (Spielkartenfarbe), pikiertgleiche Wurzel

Beispiele

Herkunft der Redewendung

Das Wort kam im 16. Jahrhundert aus dem französischen *pique* ins Deutsche. Wer als Soldat in einem Landsknechtsheer Karriere machte, begann als Pikenier im vordersten Glied und stieg dann auf. Von der Pike auf dienen hieß also: alle Ränge selbst durchlaufen. Später übertrug man das auf jede Ausbildung, besonders auf eine Lehre im Handwerk. Verwandt ist die Spielkartenfarbe *Pik*, deren Zeichen an eine Speerspitze erinnert, und das Adjektiv *pikiert* – wer pikiert ist, fühlt sich gleichsam gestochen.

Was bedeutet „von der Pike auf lernen“?

Etwas von Grund auf lernen, beginnend mit den einfachsten Aufgaben.

Was ist der Unterschied zwischen Pike und Lanze?

Die Pike war eine Waffe des Fußvolks, die Lanze vor allem eine Waffe der Reiter. Beide sind lange Stoßwaffen.

Quellen

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