Gasse: die schmale Straße zwischen Häusern

Eine Gasse ist eine schmale, meist kurze Straße zwischen Häusern, typisch für Altstädte. In Österreich und der Schweiz ist Gasse ein ganz normales Wort für Straßen jeder Art.

Die Gasse gehört zum Bild jeder Altstadt: eng, gepflastert, manchmal so schmal, dass sich gegenüberliegende Balkone fast berühren. Eine Gasse ist die Straße, die noch nicht für Autos gebaut wurde. Im Süden des Sprachraums ist das Wort allerdings viel alltäglicher als in Norddeutschland.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Gassefeminin
Genitivder Gasseunverändert
Pluraldie GassenEndung -n
Diminutivdas Gässchenverkleinernd
KompositaSackgasse, Seitengasse, Rettungsgasseproduktiv

Beispiele

Gasse in Österreich und der Schweiz

In Wien sind Gassen keine Nebensache: Viele Straßennamen enden auf *-gasse*, etwa die Kärntner Straße neben der Herrengasse. Wer in Österreich „über die Gasse“ einkauft, nimmt etwas zum Mitnehmen mit, im Gasthaus gibt es einen *Gassenverkauf*. In der Schweiz heißt es ähnlich: *auf die Gasse gehen* bedeutet nach draußen. Das Wort stammt vom althochdeutschen *gazza*; nordisch *gata* bedeutet bis heute Straße.

Was ist der Unterschied zwischen Gasse und Straße?

Eine Gasse ist schmaler und kürzer. In Österreich und der Schweiz werden beide Wörter aber oft gleichwertig für Straßennamen verwendet.

Was ist eine Rettungsgasse?

Ein freier Streifen zwischen stehenden Autos, damit Einsatzfahrzeuge durchkommen. Man bildet sie zwischen der linken und den übrigen Spuren.

Quellen

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