Fracht: Ladung, Transport und die Sprache der Hanse

Fracht bezeichnet Güter, die mit Schiff, Flugzeug, Bahn oder Lastwagen befördert werden, sowie den Preis, der für diese Beförderung bezahlt wird.

Container auf dem Schiff, Pakete im Flugzeug, Holz auf dem Güterzug: All das ist Fracht. Ohne Fracht stünden die Regale der Supermärkte leer. Das Wort meint dabei nicht nur die Ware selbst, sondern ursprünglich auch das Geld für ihre Beförderung. Heute wird weltweit der größte Teil der Fracht auf dem Seeweg in Containern transportiert.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Frachtfeminin
Pluraldie Frachtenselten
Person/Fahrzeugder FrachterFrachtschiff
Verbverfrachtenumgangssprachlich auch für Menschen
KompositaLuftfracht, Frachtbrief, Seefracht—

Beispielsätze

Ein Wort der Hanse

Fracht stammt aus dem Mittelniederdeutschen *vracht*, der Sprache der Hansekaufleute an Nord- und Ostsee. Gemeint war zunächst der Lohn für die Beförderung, erst später die Ladung selbst. Mit dem Handel verbreitete sich das Wort ins Hochdeutsche. Auch das englische *freight* ist verwandt und kam über das Niederländische ins Englische. Verwandt im Sinn ist *Bord*: Was an Bord liegt, ist die Fracht eines Schiffes.

Was ist ein Frachtbrief?

Ein Begleitpapier für eine Warensendung, das Absender, Empfänger, Art und Menge der Güter angibt.

Was ist der Unterschied zwischen Fracht und Ladung?

Ladung ist allgemeiner: alles, was geladen ist. Fracht betont die Beförderung gegen Bezahlung. Bei Menschen spricht man nicht von Fracht, sondern von Passagieren.

Quellen

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