Was ist ein Archiv? Gedächtnis von Behörden, Firmen und Familien

Ein Archiv ist eine Einrichtung oder ein Raum, in dem Dokumente, Akten, Bilder oder Daten dauerhaft aufbewahrt und geordnet werden. Auch die gesammelten Unterlagen selbst heißen so.

Ein Archiv bewahrt auf, was nicht vergessen werden soll: Urkunden, Akten, Briefe, Zeitungen, Fotos, heute zunehmend digitale Dateien. Ein Archiv ist das Gedächtnis einer Gemeinschaft, das ohne Ordnung nichts wert wäre. Wer dort sucht, braucht oft Geduld und eine gute Signatur, also die Kennung, unter der ein Stück abgelegt ist.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdas Archivneutrum
Genitivdes Archivs-s
Pluraldie Archive-e
Verbarchivierenarchivierte, archiviert
Personder Archivar / die ArchivarinBerufsbezeichnung

Beispiele

Herkunft und Aussprache

*Archiv* stammt über lateinisch *archivum* von griechisch *archeîon*, dem Amtsgebäude der obersten Behörde; *archḗ* bedeutet „Anfang, Herrschaft“ wie in *Monarchie*. Gesprochen wird das *ch* wie in *ich*: [arˈçiːf], mit langem i und stimmlosem f am Ende. Bekannte Archive im deutschen Sprachraum sind das Bundesarchiv in Koblenz und das Österreichische Staatsarchiv in Wien.

Was ist der Unterschied zwischen Archiv und Bibliothek?

Eine Bibliothek sammelt veröffentlichte Bücher und Medien, ein Archiv vor allem einmalige Unterlagen wie Akten, Urkunden und Nachlässe.

Heißt es archivieren oder archivisieren?

Richtig ist nur *archivieren*. Das Partizip lautet *archiviert*, die Tätigkeit heißt *Archivierung*.

Quellen

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