Wüste: trockenes Land – und warum man jemanden dorthin schickt

Eine Wüste ist ein Gebiet mit sehr wenig Niederschlag und spärlicher oder fehlender Vegetation; übertragen steht das Wort für Öde und Leere.

Bei Wüste denken die meisten an endlosen Sand und glühende Hitze. Doch entscheidend ist nicht die Temperatur, sondern der fehlende Regen. Die größte Wüste der Erde ist keine Sandwüste, sondern die Antarktis – eine Eiswüste. Das Wort hängt mit dem Adjektiv *wüst* „öde, leer, verwildert“ zusammen.

Formen

FallSingularPlural
Nominativdie Wüstedie Wüsten
Genitivder Wüsteder Wüsten
Dativder Wüsteden Wüsten
Akkusativdie Wüstedie Wüsten
KompositaWüstensandBetonwüste

Beispielsätze

Herkunft der Redensart

„Jemanden in die Wüste schicken“ geht auf das Alte Testament zurück. Im 3. Buch Mose (Kapitel 16) wird beschrieben, wie am Versöhnungstag ein Bock symbolisch mit den Sünden des Volkes beladen und in die Wüste getrieben wurde. Von diesem Ritual stammt auch das Wort *Sündenbock*. Heute meint die Redensart, dass jemand – oft ein Politiker oder Trainer – seinen Posten verliert und abgeschoben wird.

Was macht eine Wüste zur Wüste?

Vor allem geringer Niederschlag, meist unter 250 Millimetern im Jahr; Hitze ist keine Bedingung.

Gibt es Wüsten in Europa?

Ja, kleine Halbwüsten, etwa die Tabernas-Wüste in Spanien, wo viele Westernfilme gedreht wurden.

Was ist eine Oase?

Eine Stelle in der Wüste mit Wasser und Pflanzen – dort lässt sich der Durst stillen.

Quellen

WhatsAppXTelegramFacebook

Mehr Wörter mit 5 Buchstaben