Sand – mehr als Strand: Körner, Bilder, Sprichwörter
Sand ist ein lockeres Gemenge aus feinen Gesteinskörnern, wie man es am Strand oder in der Wüste findet. In Redewendungen steht er für Täuschung, Störung oder Vergeblichkeit.
Am Strand liegen wir in ihm, Kinder bauen Burgen daraus, Bauarbeiter mischen ihn in den Beton. Sand ist überall. Was im Sande verläuft, hinterlässt so wenig Spuren wie ein Fußabdruck in der Wüste.
- Lockeres Gestein aus Körnern. *Der Sand war heiß unter den Füßen.*
- Sandfläche, Sandboden. *Das Boot lief auf Sand.*
- Hindernis, Störung (bildlich). *Da ist Sand im Getriebe.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Sand | feiner Sand |
| Genitiv | des Sand(e)s | die Farbe des Sandes |
| Plural (Fachsprache) | die Sande | eisenhaltige Sande |
| Adjektiv | sandig | ein sandiger Weg |
| Komposita | Sandkasten, Sanduhr | die Sanduhr umdrehen |
Sand im Satz
- Das Projekt ist im Sande verlaufen.Ohne Ergebnis allmählich aufgehört; wie Spuren im Sand.
- Er wollte uns nur Sand in die Augen streuen.= täuschen, von den wahren Absichten ablenken.
- Solche Angebote gibt es wie Sand am Meer.= in riesiger Menge; nach einem Bild aus der Bibel.
Was ist eigentlich Sand?
Geologen definieren Sand nicht über das Material, sondern über die Korngröße: Körner zwischen 0,063 und 2 Millimetern gelten als Sand. Feiner ist Schluff, gröber ist Kies. Meist besteht Sand aus Quarz, doch es gibt auch schwarzen Vulkansand oder weißen Korallensand. Wüstensand ist für den Bau oft ungeeignet, weil der Wind seine Körner zu rund geschliffen hat; sie verzahnen sich im Beton schlecht. Darum ist Bausand trotz riesiger Wüsten ein knapper Rohstoff.
Wer hat das Sprichwort „auf Sand gebaut“ geprägt?
Es geht auf das Gleichnis Jesu im Matthäusevangelium zurück: Ein Haus auf Sand stürzt ein, eines auf Fels bleibt stehen.
Hat Sand einen Plural?
Nur fachsprachlich: *die Sande*, etwa für verschiedene Sandsorten.