Was bedeutet Windel – und was heißt „noch in den Windeln stecken“?

Eine Windel ist ein saugfähiges Tuch oder Höschen, das Babys und pflegebedürftigen Menschen Urin und Stuhl auffängt.

Kaum ein Gegenstand begleitet die ersten Lebensjahre so zuverlässig wie die Windel. Ein Baby verbraucht davon schnell mehrere Tausend. Die Windel ist das erste Kleidungsstück, das man täglich mehrmals wechselt. Heute meist aus Zellstoff und Kunststoff, war sie früher ein schlichtes Tuch.

Formen und Wortfamilie

MerkmalFormHinweis
Genusdie Windelfeminin
Genitivder Windelunverändert
Pluraldie Windeln-n
Verbwickeln, windenverwandt
KompositaStoffwindel, Wegwerfwindel, Windeleimerhäufig

Beispiele

Herkunft und Redewendung

Die Windel ist wörtlich „das, worin man windet“: Das Wort stammt vom althochdeutschen *wintila* und gehört zum Verb *winden*. Früher wurden Säuglinge fest in Tücher eingeschnürt, das sogenannte Fatschen oder Pucken. Daher stammt die Redewendung noch in den Windeln stecken/liegen: Eine Idee, ein Projekt oder eine Technik ist noch ganz am Anfang und unausgereift. Die Wendung ist neutral bis leicht spöttisch und wird oft in Rückblicken verwendet.

Was ist der Unterschied zwischen Windel und Wickeln?

Die Windel ist der Gegenstand, das Wickeln der Vorgang, ein Kind neu zu versorgen.

Wie viele Windeln braucht ein Baby?

In den ersten Monaten sind sechs bis zehn pro Tag üblich; später werden es weniger.

Quellen

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