Was bedeutet Unruhe? Von innerer Nervosität bis zu politischen Unruhen

Unruhe ist ein Zustand fehlender Ruhe: innere Nervosität und Sorge, Lärm und Bewegung in einer Gruppe oder, im Plural, gewaltsame öffentliche Proteste.

Die Unruhe ist das Gegenteil von Ruhe – doch je nach Zusammenhang meint sie ganz Verschiedenes. Ein Mensch kann innerlich unruhig sein, ein Klassenzimmer laut, ein Land von Aufständen erschüttert. Im Singular sitzt die Unruhe meist im Bauch, im Plural steht sie auf der Straße. Diese Unterscheidung lohnt sich beim Lesen von Nachrichten.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Unruhefeminin
Genitivder Unruheunverändert
Pluraldie Unruhenvor allem: Aufruhr
Adjektivunruhignervös, bewegt
KompositaUnruheherd, Unruhestifteroft politisch

Beispiele

Die Unruh in der Uhr

In mechanischen Armbanduhren gibt es ein kleines, hin und her schwingendes Rad mit Spiralfeder, das den Takt vorgibt. Uhrmacher nennen es Unruh oder auch Unruhe. Der Name ist treffend: Dieses Teil kommt nie zur Ruhe, solange die Uhr läuft, und gerade sein gleichmäßiges Schwingen macht die Zeitmessung genau. Mit der seelischen Unruhe hat das Bauteil nur den Namen gemeinsam – aber eine schöne Eselsbrücke ist es allemal: Ohne Unruhe steht die Zeit still. Verwandt im Gefühl sind Angst und Sorge, doch Unruhe ist diffuser.

Was ist der Unterschied zwischen Unruhe und Unruhen?

Unruhe im Singular ist meist ein Gefühl oder Lärm; Unruhen im Plural sind gewaltsame Proteste.

Wie heißt das Adjektiv?

Unruhig: ein unruhiger Schlaf, ein unruhiges Kind, unruhige Zeiten.

Quellen

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