Werk: Tat, Kunstwerk, Fabrik und Uhrwerk

Ein Werk ist das Ergebnis einer Arbeit, etwa ein Buch oder Gemälde, aber auch eine Fabrik oder der innere Mechanismus einer Maschine wie bei einem Uhrwerk.

Das Werk ist mit dem englischen *work* verwandt, hat im Deutschen aber eine eigene Bedeutungswelt entwickelt. Ein Werk ist immer etwas Vollendetes: das Ergebnis, nicht die Mühe davor. Für die Tätigkeit selbst sagt man meist Arbeit.

Formen und Komposita

MerkmalFormBeispiel
Genusdas Werkein großes Werk
Genitivdes Werk(e)sdie Halle des Werks
Pluraldie Werkegesammelte Werke
Kompositumdas Kunstwerkein modernes Kunstwerk
Kompositumdas Feuerwerkein Feuerwerk an Silvester

Beispiele

Wortfamilie und Komposita

Zu Werk gehören *werken* (handwerklich arbeiten), *Werkzeug*, *Werkstatt* und *Handwerk*. Ein *Bergwerk* fördert Erz, ein *Kraftwerk* erzeugt Energie, ein *Stellwerk* lenkt Züge. In der Kunst spricht man vom *Frühwerk* und *Spätwerk* eines Malers. Und das *Feuerwerk* war ursprünglich die Kunst der Pyrotechniker, die für Fürsten ganze Lichtschauspiele inszenierten. Ein großes Werk ist oft auch eine Fabrik.

Ist „Werk“ dasselbe wie „work“?

Die Wörter sind verwandt, aber nicht gleich: work ist meist Arbeit, Werk das Ergebnis oder eine Fabrik.

Was sind „gute Werke“?

Taten der Nächstenliebe, ein Begriff aus der christlichen Tradition. Im Mittelalter finanzierten fromme Stifter auf diese Weise auch viel Kunst für Kirchen und Klöster.

Quellen

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