Verlust: wenn etwas oder jemand fehlt
Ein Verlust ist das Verlieren von etwas, das man besessen hat – Geld, Gegenstände, Zeit oder Menschen. In der Wirtschaft ist Verlust das Gegenteil von Gewinn.
Ein Verlust kann klein sein wie ein verlegter Schlüssel oder groß wie der Tod eines Menschen. Was man verliert, merkt man oft erst, wenn es fehlt – darin liegt die Bitterkeit jedes Verlusts. Sprachlich gehört das Wort zum Verb *verlieren*.
- Verlieren einer Sache. *Den Verlust der Brieftasche meldete sie der Polizei.*
- Finanzieller Schaden. *Das Unternehmen schreibt Verluste.*
- Tod eines nahestehenden Menschen. *Der Verlust ihres Vaters traf sie schwer.*
- Einbuße, Abnahme. *Der Akku hat einen Verlust an Leistung.*
Formen und Wortfamilie
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Verlust | ein großer Verlust |
| Genitiv | des Verlust(e)s | die Höhe des Verlusts |
| Plural | die Verluste | hohe Verluste |
| Verb | verlieren – verlor – verloren | den Schlüssel verlieren |
| Adjektiv | verlustreich | ein verlustreiches Jahr |
Beispiele
- Mein herzliches Beileid zu Ihrem Verlust.Übliche Kondolenzformel.
- Die Firma verkaufte die Aktien mit Verlust.„Mit Verlust verkaufen“: unter dem Einkaufspreis.
- Die Armee erlitt schwere Verluste.Im Krieg: Tote und Verwundete.
Gewinn und Verlust
- Gegenteil: Gewinn – in der Buchhaltung stehen beide in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
- Verlust machen / schreiben: mehr ausgeben als einnehmen.
- Ohne Rücksicht auf Verluste: rücksichtslos, egal was es kostet.
- In Verlust geraten: Amtssprache für „verloren gehen“.
- Verlustangst: die Furcht, einen geliebten Menschen zu verlieren.
Ist „Verlust“ immer negativ?
Fast immer. Nur in Wendungen wie „Verlust an Gewicht“ kann er erwünscht sein.
Wie spricht man über den Verlust eines Menschen?
Mit Zurückhaltung: „Mein Beileid“ oder „Es tut mir leid um Ihren Verlust“. Der Schmerz der Hinterbliebenen steht im Mittelpunkt.