Theater ist Kunst, Gebäude – und manchmal einfach nur Aufregung
Theater ist die darstellende Kunst auf der Bühne, das Gebäude für Aufführungen und das Ensemble. Umgangssprachlich bedeutet es auch übertriebene Aufregung.
Kaum ein Land hat so viele öffentlich geförderte Bühnen wie Deutschland; fast jede größere Stadt hat ihr Stadttheater. Das Theater ist aber nicht nur Kunst. „Mach doch nicht so ein Theater!“ sagen Eltern, wenn ein Kind sich übertrieben aufregt. Gemeint ist dann eine dramatische, oft gespielte Aufregung.
- Bühnenkunst. *Sie interessiert sich sehr für modernes Theater.*
- Gebäude, Spielstätte. *Das Theater wurde 1890 eröffnet.*
- Aufführung. *Nach dem Theater gehen wir essen.*
- Übertriebene Aufregung (umgangssprachlich). *Was für ein Theater wegen einer Kleinigkeit!*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | das Theater | ein kleines Theater |
| Genitiv | des Theaters | der Eingang des Theaters |
| Plural | die Theater | alle Theater der Stadt |
| Adjektiv | theatralisch | eine theatralische Geste |
| Kompositum | das Puppentheater | ins Puppentheater gehen |
Beispiele
- Wir gehen heute Abend ins Theater.„Ins Theater gehen“: eine Aufführung besuchen.
- Er spielt dir doch nur Theater vor.Übertragen: Er tut nur so.
- Das ganze Theater um die Wahl nervt mich.Abwertend: unnötiger Wirbel.
Herkunft
Das Wort stammt vom griechischen *théatron* „Schauplatz“, abgeleitet von *theásthai* „anschauen“. Gemeint war ursprünglich der Zuschauerraum, nicht die Bühne. Über das Lateinische und Französische kam es im 16. und 17. Jahrhundert ins Deutsche. Eng verwandt ist die Oper, die Musiktheater ist; ein einzelner Abschnitt eines Stücks heißt Szene. Das Wort *theatralisch* beschreibt bis heute Gesten, die wirken, als stünde man auf einer Bühne.
Was ist ein Stadttheater?
Ein meist von der Stadt getragenes Theater mit festem Ensemble, oft mit Schauspiel, Oper und Ballett unter einem Dach.
Was bedeutet „Theater spielen“ im Alltag?
Sich verstellen oder Gefühle vortäuschen.