Cousin, Cousine, Vetter: wie das Deutsche Verwandte benennt

Ein Cousin ist der Sohn eines Onkels oder einer Tante. Die weibliche Form heißt Cousine (auch Kusine); ein älteres deutsches Wort ist Vetter.

Der Cousin gehört zur erweiterten Familie: Er ist das Kind eines Onkels oder einer Tante. Das Wort kam aus dem Französischen und wird bis heute französisch ausgesprochen, ungefähr „kuˈzä̃“. Das Deutsche hatte dafür ursprünglich ein eigenes Wort: den Vetter.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genusder CousinDer Cousin kommt.
Genitivdes Cousinsdie Frau meines Cousins
Pluraldie Cousinsdrei Cousins
Feminindie Cousine / Kusinemeine Cousine Anna
Älteres Wortder VetterVetter Karl

Beispielsätze

Vetter und Base: die alten Wörter

Bevor im 17. und 18. Jahrhundert die französischen Wörter Mode wurden, sagte man *Vetter* für den männlichen und *Base* für den weiblichen Verwandten. Vetter lebt heute vor allem in der *Vetternwirtschaft* fort, Base klingt altmodisch. In der Schweiz und in Süddeutschland hört man ältere Formen gelegentlich noch in Dialekten.

Wie spricht man Cousin aus?

Französisch: mit stimmhaftem s und nasalem Schlussvokal, etwa „ku-ZÄNG“ ohne hörbares g.

Heißt es Cousine oder Kusine?

Beides ist richtig. Cousine ist heute deutlich häufiger.

Quellen

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