Cousin, Cousine, Vetter: wie das Deutsche Verwandte benennt
Ein Cousin ist der Sohn eines Onkels oder einer Tante. Die weibliche Form heißt Cousine (auch Kusine); ein älteres deutsches Wort ist Vetter.
Der Cousin gehört zur erweiterten Familie: Er ist das Kind eines Onkels oder einer Tante. Das Wort kam aus dem Französischen und wird bis heute französisch ausgesprochen, ungefähr „kuˈzä̃“. Das Deutsche hatte dafür ursprünglich ein eigenes Wort: den Vetter.
- Sohn von Onkel oder Tante. *Mein Cousin wohnt in Hamburg.*
- Entfernter Verwandter (Cousin zweiten Grades). *Er ist mein Cousin zweiten Grades – unsere Großeltern waren Geschwister.*
- Lockere Anrede (selten, scherzhaft). *Na, Cousin, wie geht’s?*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Cousin | Der Cousin kommt. |
| Genitiv | des Cousins | die Frau meines Cousins |
| Plural | die Cousins | drei Cousins |
| Feminin | die Cousine / Kusine | meine Cousine Anna |
| Älteres Wort | der Vetter | Vetter Karl |
Beispielsätze
- Zur Hochzeit kamen alle Cousins und Cousinen.Plural: Cousins (wie im Französischen mit -s).
- Meine Kusine studiert Medizin.Die eingedeutschte Schreibung Kusine ist korrekt, aber seltener.
- Das ist Vetternwirtschaft!Abwertend: Bevorzugung von Verwandten und Freunden.
Vetter und Base: die alten Wörter
Bevor im 17. und 18. Jahrhundert die französischen Wörter Mode wurden, sagte man *Vetter* für den männlichen und *Base* für den weiblichen Verwandten. Vetter lebt heute vor allem in der *Vetternwirtschaft* fort, Base klingt altmodisch. In der Schweiz und in Süddeutschland hört man ältere Formen gelegentlich noch in Dialekten.
Wie spricht man Cousin aus?
Französisch: mit stimmhaftem s und nasalem Schlussvokal, etwa „ku-ZÄNG“ ohne hörbares g.
Heißt es Cousine oder Kusine?
Beides ist richtig. Cousine ist heute deutlich häufiger.