Ein Träumer lebt mit offenen Augen in anderen Welten
Ein Träumer ist ein Mensch, der viel träumt, oft fantasievoll und wirklichkeitsfern denkt. Je nach Zusammenhang klingt das liebevoll, bewundernd oder leicht spöttisch.
Ein Träumer ist zunächst einfach jemand, der träumt. Doch gemeint ist fast immer etwas anderes: ein Mensch, dessen Gedanken lieber in einer schöneren, vorgestellten Welt sind als in der wirklichen. Ob „Träumer“ ein Lob oder ein Vorwurf ist, hängt allein davon ab, wer es sagt. Künstler und Erfinder nennt man gern so – ebenso den Schüler, der aus dem Fenster schaut.
- Mensch, der viel träumt oder fantasiert. *Sie war schon als Kind eine Träumerin.*
- Wirklichkeitsferner Mensch (leicht spöttisch). *Du Träumer, glaubst du wirklich, das klappt?*
- Visionär, der Großes erhofft. *Ohne Träumer gäbe es keine Erfindungen.*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Träumer | maskulin |
| Femininum | die Träumerin | Plural: Träumerinnen |
| Plural | die Träumer | – |
| Adjektiv | träumerisch, verträumt | beide positiv-nachsichtig |
| Komposita | Tagträumer | jemand, der wach vor sich hin träumt |
Beispiele
- Er ist ein hoffnungsloser Träumer.Feste Verbindung, nachsichtig-kritisch.
- „Ich bin ein Träumer“ – so beginnen viele Liebeslieder.Positiv, romantisch.
- Die Tagträumerin vergaß über ihren Gedanken den Termin.Alltäglich, eher liebevoll.
Träumer, Fantast, Idealist
- Träumer – lebt gedanklich in einer Wunschwelt; das Wort ist meist mild.
- Fantast – hat unrealistische, oft überspannte Ideen; deutlich kritischer.
- Idealist – richtet sein Handeln nach hohen Zielen aus; meist anerkennend.
- Allen gemeinsam ist der Traum von etwas Besserem – der Unterschied liegt im Bezug zur Wirklichkeit und in der Vision, die man verfolgt.
Ist „Träumer“ eine Beleidigung?
Selten. Meist ist es eine milde Kritik oder sogar liebevoll gemeint.
Woher kommt das Wort?
Es ist von „träumen“ abgeleitet, das auf althochdeutsch *troumen* zurückgeht; die Endung -er bildet die Person, die etwas tut.