Teich, Weiher, Tümpel oder See?

Ein Teich ist ein kleines, meist künstlich angelegtes stehendes Gewässer, etwa im Garten, Park oder zur Fischzucht. Scherzhaft heißt der Atlantik „der große Teich“.

Ein Teich ist kleiner als ein See und meistens von Menschen gemacht. Enten, Seerosen und Frösche gehören zu seinem Bild. Wer „über den großen Teich“ fliegt, reist nach Amerika – der Atlantik wird so augenzwinkernd verkleinert. Im Alltag nimmt man es mit den Begriffen allerdings nicht so genau.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Teichmaskulin
Genitivdes Teichs / Teichesbeide üblich
Pluraldie Teiche-e
KompositaGartenteich, Fischteich, Löschteichhäufig
VerwandtesDeichgleiche Wurzel

Beispiele

Teich und Deich: eine Wurzel

*Teich* und *Deich* sind sprachlich Geschwister. Beide gehen auf ein germanisches Wort zurück, das mit dem Graben zu tun hatte: Wo man Erde aushob, entstand ein Loch für Wasser – der Teich – und daneben ein aufgeschütteter Wall – der Deich. Englisch *ditch* (Graben) und *dike* gehören zur selben Familie. Zur Abgrenzung: Ein See ist groß und natürlich, ein *Weiher* (vor allem in Süddeutschland) ähnlich wie ein Teich, ein *Tümpel* klein und oft schlammig.

Wann ist ein Teich ein See?

Eine feste Grenze gibt es nicht. Teiche sind meist flach, künstlich angelegt und ablassbar; Seen sind größer, tiefer und natürlich entstanden.

Woher kommt die Wendung „großer Teich“?

Sie spielt ironisch mit der Größe des Atlantiks, der Europa und Amerika trennt. Gemeint sind meist die USA oder Kanada.

Quellen

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