Karton: Pappe, Schachtel und Umzugskiste
Karton ist festes, dickes Papier, also Pappe. Außerdem bezeichnet das Wort eine Schachtel aus diesem Material, etwa einen Umzugskarton.
Beim Umzug lernt man den Karton schätzen – und später, beim Wegräumen, verfluchen. Ein Karton ist erst leer, wenn man ihn endlich zusammenfalten darf. Das Wort bezeichnet sowohl das Material als auch die fertige Schachtel.
- Starkes Papier, Pappe. *Die Einladung ist auf festen Karton gedruckt.*
- Schachtel aus Pappe. *Wir brauchen noch zehn Kartons für den Umzug.*
- Kunst: Vorzeichnung in Originalgröße. *Der Karton für das Fresko ist erhalten.*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Karton | maskulin |
| Genitiv | des Kartons | Endung -s |
| Plural | die Kartons | regional auch die Kartone |
| Adjektiv | kartoniert | Buch mit Pappeinband |
| Komposita | Umzugskarton, Schuhkarton, Fotokarton | häufig |
Beispiele
- Stell den Karton bitte in den Keller.Alltagssprache für eine Pappschachtel.
- Das Buch ist nur kartoniert erhältlich.Verlagssprache: kein fester Leineneinband.
- Bei dem ist doch nicht alles im Karton.Selten, scherzhaft für verwirrt; häufiger ist nicht alle Tassen im Schrank.
Aussprache und Herkunft
Das Wort kam im 17. Jahrhundert aus dem Französischen (*carton*), das wiederum auf das italienische *cartone*, „großes Papier“, zurückgeht. In Deutschland spricht man es meist französisch-nasal oder als *Kartong*, in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz dagegen mit deutlichem *-on* am Ende. Im Alltag sagt man für die Schachtel oft auch einfach Kiste, obwohl eine Kiste eigentlich aus Holz ist.
Kartons oder Kartone?
Standard ist die Kartons. Kartone kommt vor allem in Süddeutschland und Österreich vor.
Was ist der Unterschied zwischen Karton und Pappe?
Pappe ist meist dicker und gröber, Karton etwas dünner und feiner. Im Alltag werden beide Wörter oft gleich verwendet.