Wer ist Spanier – und warum kommt uns etwas spanisch vor?

Ein Spanier ist ein Mann, der aus Spanien stammt oder die spanische Staatsangehörigkeit besitzt. Die weibliche Form ist Spanierin, der Plural Spanier.

Ein Spanier ist ein Mensch aus Spanien – vom Baskenland bis Andalusien, von Madrid bis zu den Kanaren. Im Deutschen ist das Wort neutral und wird wie andere Herkunftsbezeichnungen gebildet. Wer sagt, ihm komme etwas spanisch vor, meint nicht Spanien, sondern etwas Seltsames. Die Redewendung ist mehrere Jahrhunderte alt.

Formen

MerkmalFormHinweis
Maskulinumder Spanier, des Spaniersstarke Deklination
Pluraldie Spanierunverändert, Dativ: den Spaniern
Femininumdie Spanierin, die Spanierinnen-in
Adjektivspanischkleingeschrieben
Sprachedas Spanische, Spanischgroßgeschrieben als Nomen

Beispiele

Redewendung: Das kommt mir spanisch vor

Die Wendung wird meist auf die Zeit Karls V. zurückgeführt. Der Habsburger war ab 1516 König von Spanien und ab 1519 römisch-deutscher Kaiser. Mit ihm kamen spanische Sitten und Hofzeremonien nach Deutschland, die vielen Deutschen fremd und merkwürdig erschienen. So wurde *spanisch* zu einem Wort für „sonderbar“. Wichtig für die Rechtschreibung: Das Volk und die Sprache schreibt man als Nomen groß (*der Spanier*, *auf Spanisch*), das Adjektiv klein (*spanischer Wein*). Wer die Sprache lernt, stößt bald auf die anderen Sprachen des Landes, etwa Katalanisch, Baskisch und Galicisch.

Wie heißt die weibliche Form von Spanier?

Spanierin, im Plural Spanierinnen.

Schreibt man spanisch groß oder klein?

Klein als Adjektiv (*das spanische Essen*), groß als Name der Sprache (*Ich lerne Spanisch*).

Quellen

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