Samstag oder Sonnabend? Ein Tag, zwei Namen
Der Samstag ist der Wochentag zwischen Freitag und Sonntag. Im Norden und Osten Deutschlands heißt er auch Sonnabend.
Der Samstag ist für viele der Auftakt des Wochenendes: einkaufen, Sport, abends ausgehen. Doch nicht überall im deutschen Sprachraum heißt er so. Wer in Hamburg „Sonnabend“ sagt und in München „Samstag“, meint denselben Tag. Beide Namen haben eine eigene Geschichte, und beide gelten als korrektes Hochdeutsch. Dazu kommt die Frage, wann man das Wort groß und wann klein schreibt.
- Sechster Tag der Woche nach heutiger Zählung. *Am Samstag ist Markt.*
- Freier Tag, Wochenende. *Samstags schlafe ich lange.*
- Bestimmter Samstag. *Der Samstag vor Ostern heißt Karsamstag.*
Formen und Schreibung
| Form | Schreibung | Beispiel |
|---|---|---|
| Nomen | der Samstag | ein ruhiger Samstag |
| Genitiv | des Samstags | am Abend des Samstags |
| Plural | die Samstage | jeden zweiten Samstag |
| Adverb | samstags | samstags geöffnet |
| Variante | der Sonnabend | am Sonnabend |
Beispielsätze
- Die Geschäfte haben samstags bis 20 Uhr geöffnet.Adverb, klein geschrieben.
- Wir sehen uns Samstagabend.Wochentag + Tageszeit wird zusammengeschrieben.
- Kommst du am Sonnabend zum Grillen?Norddeutsch und ostdeutsch; Samstag ist dort ebenfalls verbreitet.
Herkunft: Sabbat und Vorabend
- Samstag – über althochdeutsch *sambaztag* aus griechisch *sámbaton*, das auf hebräisch *Schabbat* zurückgeht
- Sonnabend – ursprünglich der „Abend vor dem Sonntag“; dann der ganze Tag davor
- Verbreitung – Samstag im Süden und Westen Deutschlands, in Österreich und der Schweiz; Sonnabend im Norden und Osten
- Amtlich – beide Wörter sind gleichberechtigtes Standarddeutsch
Welcher Tag kommt nach dem Samstag?
Der Sonntag, danach beginnt mit dem Montag eine neue Woche.
Ist der Samstag ein Werktag?
Ja. Rechtlich zählt der Samstag in Deutschland zu den Werktagen, auch wenn viele dann nicht arbeiten.