Seide: der Faden der Raupe und der Weg nach China

Seide ist eine feine, glänzende Naturfaser aus den Kokons der Seidenraupe sowie der daraus gewebte Stoff. Sie gilt als besonders edel, leicht und angenehm auf der Haut.

Seide ist eine der kostbarsten Fasern der Welt. Sie stammt aus dem Kokon der Seidenraupe, die einen einzigen, bis zu mehreren hundert Meter langen Faden spinnt. Über Jahrhunderte war Seide so wertvoll, dass ein ganzes Netz von Handelswegen nach ihr benannt wurde. Aus Seide werden Krawatten, Schals und festliche Kleider gefertigt.

Formen und Wortfamilie

MerkmalFormHinweis
Genusdie Seidefeminin
Genitivder Seideunverändert
Pluraldie Seidenfür Sorten
Adjektivseiden, seidigaus Seide bzw. wie Seide
KompositaSeidenraupe, Seidenstraße, Naturseidehäufig

Beispielsätze

Seidenraupe und Seidenstraße

Die Seidenherstellung begann in China vor mehreren tausend Jahren und wurde dort lange als Staatsgeheimnis gehütet. Nach einer byzantinischen Überlieferung schmuggelten Mönche im 6. Jahrhundert Eier der Seidenraupe in hohlen Stäben nach Konstantinopel. Der Begriff Seidenstraße für die Handelswege zwischen China und dem Mittelmeer ist übrigens deutsch: Der Geograph Ferdinand von Richthofen prägte ihn 1877. Das Wort Seide selbst kam aus dem mittellateinischen *seta* ins Althochdeutsche (*sīda*).

Was bedeutet „an einem seidenen Faden hängen“?

In großer Gefahr sein; schon eine Kleinigkeit kann alles zum Scheitern bringen.

Was ist der Unterschied zwischen seiden und seidig?

Seiden heißt aus Seide (ein seidenes Tuch), seidig heißt wie Seide (seidiges Haar).

Quellen

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