Schurke: der Bösewicht mit schlechtem Charakter
Ein Schurke ist ein gemeiner, niederträchtiger Mensch, der andere bewusst betrügt oder ihnen schadet. In Filmen und Romanen ist er der Gegenspieler des Helden.
Der Schurke ist ein Wort mit einem gewissen literarischen Klang. Im Alltag sagt man eher Mistkerl oder Betrüger, doch in Romanen, Opern und Filmen ist der Schurke unverzichtbar: als Gegenspieler des Helden. Ohne einen guten Schurken wäre die schönste Heldengeschichte langweilig. Das Wort klingt heute leicht altmodisch und wird deshalb oft scherzhaft verwendet.
- Niederträchtiger, gemeiner Mensch. *Dieser Schurke hat die Witwe um ihr Erspartes gebracht.*
- Bösewicht in einer Geschichte. *Im Film spielt er den Schurken.*
- Scherzhaft: Schelm. *Na, du kleiner Schurke, hast du wieder genascht?*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Schurke | maskulin, schwach |
| Genitiv | des Schurken | nicht „Schurkes“ |
| Plural | die Schurken | |
| Femininum | die Schurkin | selten |
| Ableitungen | schurkisch, Schurkerei, Schurkenstaat |
Beispiele
- Der Detektiv überführte den Schurken.Schwache Deklination: den Schurken.
- Das war eine echte Schurkerei.Leicht altertümlich für eine gemeine Tat.
- Washington sprach damals von Schurkenstaaten.Lehnübersetzung von englisch „rogue state“, politisch wertend.
Schurke, Gauner, Bösewicht
- Schurke – betont den schlechten, gemeinen Charakter.
- Gauner – ein Betrüger oder Ganove, oft mit einem Hauch von Schlitzohrigkeit.
- Bösewicht – vor allem in Märchen und Filmen, wirkt fast kindlich.
- Halunke – ähnlich wie Schurke, ebenfalls etwas altmodisch.
- Die Herkunft von „Schurke“ ist nicht sicher geklärt; das Wort ist seit dem 16. Jahrhundert belegt.
Wie lautet der Genitiv von Schurke?
Des Schurken. Wie Bote oder Löwe gehört Schurke zu den schwachen Maskulina.
Ist Schurke eine Beleidigung?
Ja, wenn man es ernst meint. Es klingt aber so altmodisch, dass es oft eher komisch wirkt.