Was ist eine Kolumne? Meinung mit festem Platz

Eine Kolumne ist ein regelmäßig erscheinender, meist persönlich gefärbter Beitrag einer bestimmten Autorin oder eines Autors in Zeitung, Zeitschrift oder online. In der Typografie heißt so auch eine Satzspalte.

Eine Kolumne erkennt man an ihrem festen Platz: jeden Samstag auf Seite drei, jeden Montag im Newsletter. Anders als ein Bericht darf eine Kolumne subjektiv, zugespitzt und witzig sein. Leser kaufen eine Zeitung manchmal nur wegen ihrer Lieblingskolumne.

Formen und Wortfamilie

MerkmalFormHinweis
Genusdie Kolumnefeminin
Pluraldie Kolumnenregelmäßig
Personder Kolumnist / die Kolumnistinschwache Deklination: des Kolumnisten
KompositaKolumnentitel, GastkolumneFach- und Pressesprache
VerwandtKolonneandere Bedeutung, gleiche Wurzel

Beispielsätze

Kolumne und Kolonne

Beide Wörter gehen auf lateinisch *columna*, „Säule“, zurück. Die *Kolumne* ist ursprünglich eine Textspalte, die wie eine Säule auf der Seite steht; aus dem festen Platz einer bestimmten Spalte wurde später der regelmäßige Beitrag. Die *Kolonne* kam über das Französische ins Deutsche und bezeichnet eine lange Reihe, etwa von Fahrzeugen oder Zahlen. Wer Kolumnen schreibt, ist kein Reporter im engeren Sinn, sondern ein Autor mit eigener Stimme. Bekannte deutsche Kolumnisten veröffentlichen ihre Texte oft später gesammelt als Buch.

Was macht ein Kolumnist?

Er oder sie schreibt regelmäßig eine Kolumne, meist mit persönlicher Meinung und eigenem Stil.

Ist eine Kolumne ein Kommentar?

Verwandt, aber nicht gleich: Ein Kommentar bewertet ein aktuelles Thema, eine Kolumne ist freier und an eine Person gebunden.

Quellen

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