Held: Wer als mutig gilt und wie man das Wort beugt
Ein Held ist ein Mensch, der durch Mut, Tapferkeit oder außergewöhnliche Taten bewundert wird. Auch die Hauptfigur einer Geschichte heißt Held.
Ein Held braucht vor allem eines: Mut. Doch das Wort hat sich gewandelt, vom Krieger der Sagen zur Pflegekraft im Alltag. Heute ist ein Held oft nicht der Stärkste, sondern der, der hilft, wenn andere wegsehen.
- Mutiger, bewunderter Mensch. *Der Feuerwehrmann wurde als Held gefeiert.*
- Hauptfigur einer Geschichte. *Der Held des Romans ist ein junger Arzt.*
- Sagengestalt. *Siegfried ist der Held der Nibelungensage.*
- Ironisch: Versager. *Na, du bist mir ja ein Held!*
Formen
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Held | die Helden |
| Genitiv | des Helden | der Helden |
| Dativ | dem Helden | den Helden |
| Akkusativ | den Helden | die Helden |
| Feminin | die Heldin | die Heldinnen |
Beispiele
- Wir schauen einen Film mit dem Helden aus meiner Kindheit.Dativ: „dem Helden“, nicht „dem Held“.
- Er war der Held des Tages.Fester Ausdruck für jemanden, der kurzzeitig im Mittelpunkt steht.
- Alltagshelden verdienen mehr Anerkennung.Neueres Kompositum, oft in Medien.
Grammatikfalle: die n-Deklination
Held gehört zu den schwachen Maskulina. Außer im Nominativ Singular enden alle Formen auf *-en*: des Helden, dem Helden, den Helden. Fehler wie „mit dem Held“ sind im Alltag häufig, gelten aber als nicht standardsprachlich. Nach demselben Muster gehen etwa Mensch, Bär, Prinz und Soldat. Die weibliche Form ist die Heldin. Das Wort selbst ist schon im Mittelhochdeutschen als *helt* belegt und bezeichnete dort vor allem den kampferprobten Krieger.
Heißt es „dem Held“ oder „dem Helden“?
Standardsprachlich korrekt ist „dem Helden“. Held gehört zur n-Deklination.
Was ist ein Antiheld?
Eine Hauptfigur, der die klassischen Heldentugenden fehlen und die gerade dadurch interessant wird.