Wetter oder Klima? Was das deutsche Wort genau beschreibt

Wetter ist der Zustand der Atmosphäre an einem Ort zu einer bestimmten Zeit, also Temperatur, Niederschlag, Wind und Bewölkung. Im Bergbau bezeichnet das Wort die Luft unter Tage.

Über das Wetter reden alle – es ist das klassische Gesprächsthema mit Fremden. Wetter ist, was heute passiert; Klima ist, was man langfristig erwartet. Zum Wetter gehören Regen, Sonnenschein, Wind und manchmal ein Sturm.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genusdas Wetter (neutral)bei schönem Wetter
Genitivdes Wetterstrotz des Wetters
Pluraldie Wetter (fachsprachlich)schlagende Wetter
Verbwetterngegen etwas wettern
KompositaWetterbericht, Unwetter, Sauwetterder Wetterbericht

Beispielsätze

Wetter und Klima – der Unterschied

Meteorologen trennen streng: Wetter beschreibt die Lage über Stunden oder Tage, Witterung den Charakter über einige Wochen, und das Klima den statistischen Durchschnitt über mindestens dreißig Jahre. Ein kalter Winter widerlegt daher keine Erderwärmung. Das Wort selbst ist alt: althochdeutsch *wetar* bedeutete „Luft, Wind“ und ist mit „wehen“ verwandt. Im Bergbau hat sich diese ältere Bedeutung „Luft“ bis heute erhalten: „Schlagende Wetter“ sind explosive Gasgemische aus Methan und Luft, die früher viele Bergleute das Leben kosteten.

Hat „Wetter“ einen Plural?

Im Alltag nicht. Nur in Fachsprachen wie Bergbau oder Meteorologie kommt „die Wetter“ vor.

Was heißt „gut Wetter machen“?

Jemanden freundlich stimmen, um Ärger zu vermeiden oder etwas zu erreichen.

Quellen

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