Wie schwer ist ein Pfund? Gewicht, Währung und überflüssige Pfunde

Ein Pfund ist eine alte Gewichtseinheit, die in Deutschland heute 500 Gramm bedeutet. Außerdem heißt die britische Währung Pfund (Pfund Sterling).

Beim Bäcker oder auf dem Markt hört man es noch oft: ein Pfund Kirschen, ein halbes Pfund Hackfleisch. Obwohl Deutschland seit 1872 metrisch misst, hat das Pfund als runde 500 Gramm überlebt. Das englische *pound* wiegt dagegen nur etwa 454 Gramm.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genusdas Pfundein Pfund Butter
Genitivdes Pfund(e)sder Preis des Pfundes
Plural nach ZahlPfunddrei Pfund Äpfel
Plural sonstdie Pfundeüberflüssige Pfunde
AbkürzungPfd.2 Pfd. Mehl

Beispiele

Regional: Pfund und Deka

Das Wort kommt vom lateinischen *pondo* „an Gewicht“. In Deutschland ist das Pfund im Alltag noch lebendig, besonders auf Märkten. In Österreich ist es seltener; dort rechnet man in Kilo und vor allem in *Deka* (Dekagramm, 10 Gramm): *zehn Deka Wurst*. In der Schweiz spricht man fast nur von Kilo und Gramm. Wer sein Gewicht angibt, nennt in Deutschland meist Kilo, sagt aber gern: „Ich habe fünf Pfund abgenommen.“

Ist ein deutsches Pfund dasselbe wie ein englisches?

Nein. Das deutsche Pfund hat 500 g, das englische *pound* rund 453,6 g.

Warum heißt die britische Währung Pfund?

Ursprünglich entsprach sie dem Wert eines Pfunds Silber.

Quellen

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