Mumie: Konservierte Körper aus Ägypten, den Alpen und dem Moor

Eine Mumie ist ein toter Körper, der durch künstliche Behandlung oder natürliche Umstände wie Trockenheit oder Kälte vor dem Verfall bewahrt wurde.

Bei der Mumie denken die meisten an Ägypten: an Pharaonen in Leinenbinden und an goldene Sarkophage. Eine Mumie ist der Versuch, dem Verfall ein Schnippchen zu schlagen. Doch Mumien entstehen auch ganz ohne menschliches Zutun, etwa im ewigen Eis oder im Moor.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Mumiefeminin
Genitivder Mumieunverändert
Pluraldie MumienEndung -n
Verbmumifizierenzur Mumie machen
KompositaGletschermumie, Moorleiche, MumienmaskeFachsprache der Archäologie

Beispiele

Ötzi und das Wort Mumie

Die berühmteste Mumie des Alpenraums ist Ötzi. Wanderer fanden den rund 5300 Jahre alten Mann 1991 in den Ötztaler Alpen, an der Grenze zwischen Österreich und Italien; heute liegt er in einem Museum in Bozen. Das Wort *Mumie* hat eine lange Reise hinter sich: Es geht über das Arabische *mūmiyā* auf das persische *mūm* „Wachs“ zurück. Gemeint war zunächst ein Erdpech, das man für ein Heilmittel hielt. Weil man glaubte, ägyptische Leichen seien damit behandelt, wurde der Name auf die Toten selbst übertragen. Die Mumien wurden in Gräbern und Pyramiden beigesetzt.

Wie heißt der Plural von Mumie?

Der Plural lautet die Mumien.

Warum mumifizierten die Ägypter ihre Toten?

Sie glaubten, der Körper müsse erhalten bleiben, damit die Seele im Jenseits weiterleben könne.

Quellen

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