Rahmen: vom Bilderrahmen bis zum Rahmen des Möglichen
Ein Rahmen ist eine Einfassung, die etwas umgibt und hält, etwa ein Bild oder ein Fenster. Übertragen bezeichnet er die Bedingungen oder Grenzen, innerhalb derer etwas geschieht.
Der Rahmen umgibt etwas und gibt ihm Halt. Das gilt für das Bild an der Wand genauso wie für das Fahrrad oder ein Gesetz. Wer aus dem Rahmen fällt, sprengt die Grenzen, die andere für selbstverständlich halten. Die übertragene Bedeutung ist heute mindestens so häufig wie die handwerkliche.
- Einfassung eines Bildes oder Spiegels. *Das Foto steckt in einem goldenen Rahmen.*
- Tragendes Gestell. *Der Rahmen des Fahrrads ist aus Aluminium.*
- Einfassung von Türen und Fenstern. *Der Fensterrahmen muss neu gestrichen werden.*
- Übertragen: Bedingungen, Grenzen, Umfeld. *Das sprengt den Rahmen unseres Budgets.*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Rahmen | maskulin |
| Genitiv | des Rahmens | mit -s |
| Plural | die Rahmen | gleich dem Singular |
| Verb | rahmen, einrahmen | in einen Rahmen fassen |
| Komposita | Rahmenvertrag, Bilderrahmen | sehr produktiv |
Rahmen im Satz
- Im Rahmen der Feier wurden drei Preise verliehen.Präpositionale Wendung, typisch für Amts- und Pressesprache.
- Sein Auftritt fiel völlig aus dem Rahmen.Redewendung: ungewöhnlich, unpassend sein.
- Lass uns das Diplom einrahmen.Verb einrahmen, Partizip eingerahmt.
Redewendungen mit Rahmen
- aus dem Rahmen fallen – vom Üblichen abweichen, oft negativ.
- den Rahmen sprengen – zu umfangreich oder zu teuer werden.
- im Rahmen bleiben – sich an Grenzen oder Erwartungen halten.
- im kleinen Rahmen – mit wenigen Gästen, bescheiden, etwa bei einer Hochzeit.
- Rahmenbedingungen – die äußeren Voraussetzungen eines Vorhabens.
Wie lautet der Plural von Rahmen?
Der Plural ist gleich: die Rahmen. Nur der Artikel und der Dativ (den Rahmen) zeigen die Mehrzahl.
Ist im Rahmen von gutes Deutsch?
Ja, es ist korrekt, wirkt aber förmlich. Im Alltag reicht oft bei oder während.