Vampir: Herkunft und Bedeutung einer Sagengestalt

Ein Vampir ist eine Gestalt des Volksglaubens, ein Untoter, der nachts das Blut Lebender trinkt; übertragen nennt man so auch Menschen, die andere ausnutzen.

Der Vampir ist die berühmteste Schreckgestalt der Literatur: bleich, unsterblich und durstig nach Blut. Das Wort gelangte erst um 1730 über Zeitungsberichte aus Serbien ins Deutsche. Seitdem bevölkert er Romane, Filme und Serien.

Formen

FallSingularPlural
Nominativder Vampirdie Vampire
Genitivdes Vampirsder Vampire
Dativdem Vampirden Vampiren
Akkusativden Vampirdie Vampire
Feminindie Vampirindie Vampirinnen

Beispielsätze

Ein deutscher Klassiker

1922 drehte Friedrich Wilhelm Murnau den Stummfilm *Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens*. Weil die Rechte an Stokers Roman fehlten, hieß der Vampir dort Graf Orlok. Nach einer Klage der Witwe Stokers sollten die Kopien vernichtet werden – einige überlebten, und heute gilt der Film als Meilenstein des Horrorkinos. Verwandte Gestalten sind der Werwolf und andere Monster.

Woher kommt das Wort Vampir?

Aus dem Serbischen *vampir*; es wurde durch Berichte über angebliche Vampirfälle in Serbien um 1730 in Westeuropa bekannt.

Gibt es echte Vampire?

Nur im Tierreich: Vampirfledermäuse ernähren sich vom Blut von Tieren. Die Sagengestalt ist erfunden.

Was schützt im Volksglauben vor Vampiren?

Genannt werden Knoblauch, Kreuze, Weihwasser und Sonnenlicht; getötet wird der Vampir in vielen Geschichten mit einem Holzpflock durchs Herz.

Quellen

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