Vampir: Herkunft und Bedeutung einer Sagengestalt
Ein Vampir ist eine Gestalt des Volksglaubens, ein Untoter, der nachts das Blut Lebender trinkt; übertragen nennt man so auch Menschen, die andere ausnutzen.
Der Vampir ist die berühmteste Schreckgestalt der Literatur: bleich, unsterblich und durstig nach Blut. Das Wort gelangte erst um 1730 über Zeitungsberichte aus Serbien ins Deutsche. Seitdem bevölkert er Romane, Filme und Serien.
- Untoter des Volksglaubens. *Der Vampir fürchtet Knoblauch und Sonnenlicht.*
- Fledermausart, die Blut leckt. *Gemeine Vampire leben in Mittel- und Südamerika.*
- Ausbeuter (übertragen). *Dieser Vermieter ist ein richtiger Vampir.*
Formen
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Vampir | die Vampire |
| Genitiv | des Vampirs | der Vampire |
| Dativ | dem Vampir | den Vampiren |
| Akkusativ | den Vampir | die Vampire |
| Feminin | die Vampirin | die Vampirinnen |
Beispielsätze
- Graf Dracula ist der bekannteste Vampir der Literatur.Bram Stokers Roman erschien 1897.
- Im Film verwandelt sich der Vampir in eine Fledermaus.Typisches Motiv des Genres.
- Energievampire rauben einem die Kraft.Umgangssprachlich: anstrengende Menschen oder stromfressende Geräte.
Ein deutscher Klassiker
1922 drehte Friedrich Wilhelm Murnau den Stummfilm *Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens*. Weil die Rechte an Stokers Roman fehlten, hieß der Vampir dort Graf Orlok. Nach einer Klage der Witwe Stokers sollten die Kopien vernichtet werden – einige überlebten, und heute gilt der Film als Meilenstein des Horrorkinos. Verwandte Gestalten sind der Werwolf und andere Monster.
Woher kommt das Wort Vampir?
Aus dem Serbischen *vampir*; es wurde durch Berichte über angebliche Vampirfälle in Serbien um 1730 in Westeuropa bekannt.
Gibt es echte Vampire?
Nur im Tierreich: Vampirfledermäuse ernähren sich vom Blut von Tieren. Die Sagengestalt ist erfunden.
Was schützt im Volksglauben vor Vampiren?
Genannt werden Knoblauch, Kreuze, Weihwasser und Sonnenlicht; getötet wird der Vampir in vielen Geschichten mit einem Holzpflock durchs Herz.