Puppe: Spielzeug, Insektenstadium und Berliner Redewendung

Eine Puppe ist eine kleine Nachbildung eines Menschen, meist als Spielzeug. In der Biologie heißt so auch das Ruhestadium eines Insekts zwischen Raupe und Falter.

Kaum ein Spielzeug ist so alt wie die Puppe: Schon in antiken Kindergräbern fand man kleine Figuren aus Ton und Holz. Aus der Puppe schlüpft in der Natur ein Schmetterling, im Kinderzimmer eine ganze Fantasiewelt. Das Wort ist für ein Kind oft eines der ersten Substantive überhaupt.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Puppefeminin
Genitivder Puppeunverändert
Pluraldie Puppenschwache Endung -n
Diminutivdas Püppchenmit Umlaut
KompositaPuppenhaus, HandpuppeSchaufensterpuppe, Marionette

So steht das Wort im Satz

Redewendung: „bis in die Puppen“

Die Wendung stammt aus Berlin. Im 18. Jahrhundert ließ man am Großen Stern im Tiergarten Statuen antiker Götter aufstellen, die der Volksmund „die Puppen“ nannte. Ein Spaziergang „bis in die Puppen“ war damals ein weiter Weg vor die Stadt. Daraus wurde die Bedeutung „sehr weit“ und schließlich „sehr lange“. Das Wort selbst geht auf lateinisch *pupa* (Mädchen, Puppe) zurück.

Woher kommt das Wort Puppe?

Aus dem lateinischen *pupa*, das sowohl ein kleines Mädchen als auch eine Puppe bezeichnete.

Darf man eine Frau „Puppe“ nennen?

Besser nicht. Das Wort wirkt in dieser Verwendung herablassend und gilt als altmodisch bis sexistisch.

Quellen

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