Sumpf: nasses Gelände und Bild für Verstrickung

Ein Sumpf ist ein dauerhaft nasses, schlammiges Gelände mit stehendem Wasser und typischer Pflanzenwelt. Übertragen bezeichnet das Wort ein Milieu, aus dem man schwer wieder herauskommt.

Wer im Sumpf steckt, kommt nur mühsam voran: Der Boden gibt nach, überall steht Wasser, und jeder Schritt zieht nach unten. Gerade dieses Gefühl, im Schlamm festzustecken, hat den Sumpf zu einem starken Bild für ausweglose Verhältnisse gemacht. Ökologisch sind Sümpfe dagegen wertvolle Lebensräume für Vögel, Amphibien und Insekten.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Sumpfmaskulin
Genitivdes Sumpfes / Sumpfsbeide Formen korrekt
Pluraldie Sümpfemit Umlaut
Adjektivsumpfigein sumpfiges Ufer
KompositaSumpfgebiet, Sumpfdotterblume, SumpfhuhnNatur und Biologie

Beispielsätze

Sumpf oder Moor? Ein häufiger Irrtum

Im Alltag werden beide Wörter oft gleich verwendet, fachlich sind sie verschieden. Ein Sumpf hat mineralischen Boden, der zeitweise oder ständig überflutet ist; abgestorbene Pflanzen werden dort weitgehend zersetzt. In einem Moor dagegen bildet sich Torf, weil Pflanzenreste im sauerstoffarmen Wasser kaum verrotten. Ein Sumpf kann also verlanden und zum Moor werden. Sprachlich ist *Sumpf* mit englisch *sump* („Grube, Auffangbecken“) verwandt; der dichte Schlamm steckt schon im Wortbild.

Wie lautet der Plural von Sumpf?

Der Plural ist *die Sümpfe*, mit Umlaut.

Was bedeutet „den Sumpf trockenlegen“?

Übertragen: Missstände wie Korruption gründlich beseitigen. Die Wendung stammt aus der Landgewinnung.

Quellen

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