Präsenz: Anwesenheit mit Wirkung

Präsenz bedeutet Anwesenheit, besonders eine spürbare, wirkungsvolle Gegenwart. Auch die Ausstrahlung eines Menschen auf der Bühne oder im Raum heißt Präsenz.

Präsenz ist mehr als bloßes Dasein. Ein Mensch mit Präsenz füllt einen Raum, bevor er ein Wort gesagt hat. Seit der Corona-Zeit ist das Wort zudem zum Gegenbegriff von „online“ geworden: Präsenzunterricht, Präsenzveranstaltung, Präsenzpflicht.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Präsenzfeminin
Plural—meist ohne Plural
Adjektivpräsent„etwas präsent haben“ = sich erinnern
KompositaPräsenzunterricht, Präsenzbibliothek, Medienpräsenzhäufig
GegenwortAbsenzbesonders in Österreich und der Schweiz

Beispielsätze

Herkunft und Gegenwort

*Präsenz* geht über französisch *présence* auf lateinisch *praesentia*, „Gegenwart“, zurück, zu *praesens*, „anwesend“. Dazu gehört auch das grammatische *Präsens*, die Gegenwartsform. Das Gegenwort *Absenz*, „Abwesenheit“, ist in Österreich und der Schweiz in der Schule geläufig: Dort werden Fehlstunden als Absenzen eingetragen. In der Medizin bezeichnet *Absence* dagegen eine kurze Bewusstseinspause. Die Wirkung einer Person beschreibt man oft mit Präsenz, Charisma oder Ausstrahlung.

Was ist eine Präsenzbibliothek?

Eine Bibliothek, deren Bestand nicht ausgeliehen, sondern nur im Lesesaal benutzt werden kann.

Präsenz oder Präsens?

*Präsenz* (mit z) ist die Anwesenheit; *Präsens* (mit s) ist die Zeitform der Gegenwart.

Quellen

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