Posten: Stelle, Wache, Rechnungsposition – und ein Verb

Ein Posten ist eine berufliche Stellung, ein Wachposten oder eine einzelne Position auf einer Rechnung; das Verb posten bedeutet, etwas in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen.

Das Wort Posten hat viele Gesichter: Man kann einen gut bezahlten Posten haben, auf Posten stehen oder einen Posten auf der Rechnung prüfen. Wer „auf verlorenem Posten“ steht, kämpft für eine Sache, die nicht mehr zu gewinnen ist. Seit dem Internet gibt es zudem das Verb *posten*.

Formen von Nomen und Verb

FormNomenVerb
Grundformder Postenposten
Genitiv / Präsens (er)des Postenspostet
Plural / Präteritumdie Postenpostete
Partizip II–gepostet
Perfekt–hat gepostet

Beispielsätze

Herkunft

Das Nomen kam im 16. Jahrhundert aus dem italienischen *posto* „Stelle, Platz“ ins Deutsche, das auf lateinisch *positum* „das Gestellte“ zurückgeht. Das Verb *posten* dagegen ist jung: Es wurde um 2000 aus dem englischen *to post* entlehnt. Beide sind also über das Lateinische entfernt verwandt, kamen aber auf ganz verschiedenen Wegen. Ein Posten im Beruf ist ähnlich wie eine Stelle oder ein Amt.

Was bedeutet „auf dem Posten sein“?

Gesund, wach und leistungsfähig sein: *Nach der Grippe bin ich wieder auf dem Posten.*

Was ist ein Pöstchen?

Eine abwertende Verkleinerung für einen Posten, der vor allem wegen Beziehungen vergeben wird.

Ist „posten“ standardsprachlich?

Ja, Duden verzeichnet das Verb; in formellen Texten sagt man oft „veröffentlichen“.

Quellen

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