Objekt oder Subjekt? Was das Wort in Grammatik und Alltag bedeutet

Ein Objekt ist ein Gegenstand oder etwas, auf das sich eine Handlung richtet. In der Grammatik ist es die Satzergänzung, die vom Verb abhängt, etwa das Akkusativobjekt.

Das Objekt begegnet uns im Museum, im Immobilienteil der Zeitung und im Grammatikunterricht. Immer geht es um etwas, das einem gegenübersteht. Ein Objekt ist das, worauf sich ein Blick, eine Handlung oder ein Verb richtet. Sein Gegenstück ist das Subjekt, der Handelnde.

Formen und Arten

MerkmalFormBeispiel
Genusdas Objektneutral
Genitivdes Objekt(e)sbeide Formen korrekt
Pluraldie ObjekteEndung -e
Akkusativobjektwen oder was?Ich sehe den Hund.
Dativobjektwem?Ich helfe dem Kind.
Genitivobjektwessen?Wir gedenken der Toten.

Beispielsätze

Herkunft

Das Wort stammt vom lateinischen *obiectum*, dem Partizip von *obicere* „entgegenwerfen, vorhalten“. Ein Objekt ist also wörtlich „das Entgegengeworfene“ – das, was dem betrachtenden Menschen gegenübertritt. Die deutsche Philosophie übersetzte es lange mit *Gegenstand*, einer fast wörtlichen Lehnübersetzung: Was „gegen“ einen „steht“. Darum klingt *objektiv* nach sachlich: Man urteilt vom Gegenstand her, nicht von den eigenen Gefühlen.

Was ist der Unterschied zwischen Objekt und Subjekt?

Das Subjekt handelt (wer oder was?), das Objekt wird von der Handlung betroffen (wen, wem, wessen?).

Ist Objekt dasselbe wie [Sache](/dictionary/sache)?

Im Alltag oft ja. Objekt klingt aber sachlicher und fachsprachlicher.

Quellen

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