Pfad: schmaler Weg durch Wald, Leben und Computer

Ein Pfad ist ein schmaler Weg, der meist durch häufiges Begehen entstanden ist. Übertragen steht das Wort für eine Lebensrichtung und in der Informatik für den Speicherort einer Datei.

Ein Pfad ist schmaler als ein Weg und oft gar nicht geplant: Er entsteht, weil viele Füße dieselbe Abkürzung nehmen. Pfade baut niemand – sie werden gegangen. Darum führen sie durch den Wald, über Wiesen und manchmal quer über den Rasen.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Pfadmaskulin
Genitivdes Pfad(e)sbeide üblich
Pluraldie PfadeEndung -e
Ableitungder PfadfinderJugendbewegung
KompositaTrampelpfad, Waldpfad, Dateipfadhäufig

Beispiele

Pfad und englisch path

Pfad und englisch *path* sind eng verwandt. Am Anlaut sieht man die zweite Lautverschiebung: Wo das Englische ein *p* bewahrt hat, steht im Hochdeutschen *pf* – wie bei *Pfund/pound*, *Pfeffer/pepper* oder *Apfel/apple*. Die weitere Herkunft des Wortes ist unsicher. Die Pfadfinder übernahmen ihren Namen um 1910 als Übersetzung des englischen *pathfinder*; die Bewegung wurde von Robert Baden-Powell gegründet. In der Schweiz heißen sie kurz *Pfadi*.

Was ist der Unterschied zwischen Pfad und Weg?

Ein Pfad ist schmaler und meist unbefestigt, ein Weg kann breiter und angelegt sein.

Was bedeutet »vom Pfad der Tugend abkommen«?

Sich nicht mehr anständig oder moralisch einwandfrei verhalten; meist scherzhaft gemeint.

Quellen

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