Aus Papa wird Papi – eine Koseform für den Vater
Papi ist eine liebevolle, kindliche Koseform für den Vater, gebildet aus „Papa“. Erwachsene verwenden das Wort meist scherzhaft oder ironisch.
Kleine Kinder rufen nach ihrem Papi, wenn sie Trost brauchen oder auf die Schultern wollen. Mit der Endung -i wird aus dem Papa ein besonders zärtlicher Papi. Neben Papa und Vati gehört es zur Familie der Koseformen für den Vater.
- Kindersprachliche Anrede für den Vater. *Papi, liest du mir noch was vor?*
- Scherzhaft oder ironisch. *Na, hat Papi wieder alles bezahlt?*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Papi (maskulin) | mein Papi |
| Genitiv | des Papis / Papis | Papis Auto |
| Plural | die Papis | die Papis am Spielplatz |
| Grundwort | Papa | der Papa |
| Gegenstück | Mami | Mami und Papi |
Beispielsätze
- Papi kommt gleich nach Hause.Als Name gebraucht, meist ohne Artikel.
- Er ist ein richtiger Papi geworden.Liebevoll-scherzhaft über einen frischgebackenen Vater.
- Lass dir das doch von deinem Papi kaufen.Spöttisch: unterstellt Abhängigkeit vom reichen Vater.
Papi, Papa, Vati und Vater
- Vater — neutral, auch in Texten und Ämtern.
- Papa — die häufigste Anrede im Alltag; kam im 17. Jahrhundert über das Französische in die gehobenen Kreise und setzte sich später überall durch.
- Papi — Verkleinerung mit *-i*, besonders zärtlich und kindlich.
- Vati — gebildet aus *Vater*, in Ostdeutschland und bei älteren Generationen verbreitet.
- Paps — salopp-kumpelhaft, eher von Jugendlichen.
Ist „Papi“ für Erwachsene peinlich?
Nicht unbedingt, aber es klingt sehr vertraut. In der Öffentlichkeit sagen Erwachsene eher *Papa* oder *mein Vater*; in Nachrichten an die Familie bleibt *Papi* aber durchaus üblich.
Gibt es ein weibliches Gegenstück?
Ja: *Mami*, die Koseform von *Mama*.