Vater: Wie aus „pater“ ein deutsches Familienwort wurde

Ein Vater ist ein Mann, der ein Kind gezeugt oder als sein Kind angenommen hat. Übertragen bezeichnet das Wort den Begründer oder Urheber einer Sache.

Der Vater ist neben der Mutter die zentrale Figur der Familie. Im übertragenen Sinn spricht man vom „Vater der Relativitätstheorie“ oder vom „Vater des Gedankens“. Vater, lateinisch pater und englisch father gehen auf ein und dasselbe indogermanische Wort zurück.

Formen

FormWortHinweis
Genus + Artikelder VaterMaskulinum
Genitivdes Vaters
Pluraldie Vätermit Umlaut
KoseformenPapa, Vatiumgangssprachlich
KompositaVaterland, Großvater, Stiefvater

Vater in Beispielsätzen

Herkunft

Das Wort lautet althochdeutsch *fater*. Über die erste Lautverschiebung (Grimms Gesetz) wurde aus indogermanischem *p* im Germanischen ein *f*: lateinisch *pater*, aber gotisch *fadar*, englisch *father*, deutsch Vater. Die Schreibung mit V ist eine mittelalterliche Tradition; gesprochen wird trotzdem [f]. Das lateinische Wort lebt im Deutschen als Pater (Ordenspriester) weiter, ebenso in „Patriarch“.

Warum schreibt man Vater mit V?

Aus Schreibtradition. Kleine Kinder sagen übrigens meist Papa statt Vater. Im Mittelhochdeutschen wurde f am Wortanfang oft als v geschrieben; bei Vater, Vogel oder viel ist das geblieben.

Was ist das Gegenstück zu Vater?

Die Mutter. Ein Kind ist für den Vater ein Sohn oder eine Tochter.

Quellen

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