Mumm: das umgangssprachliche Wort für Mut
Mumm ist ein umgangssprachliches Wort für Mut, Tatkraft und Entschlossenheit. Wer Mumm hat, traut sich etwas, auch wenn es unbequem ist.
Mumm ist ein kurzes, kräftiges Wort für eine Eigenschaft, die jeder gern hätte: den Mut, etwas anzupacken. Es klingt bodenständiger als *Tapferkeit* und weniger feierlich als *Courage*. Wer Mumm hat, redet nicht lange, sondern handelt. Typisch ist das Wort in anerkennenden Sätzen über jemanden, der sich gegen Widerstände durchsetzt oder ein Risiko eingeht.
- Mut, Schneid. *Dazu gehört schon Mumm!*
- Tatkraft, Energie. *Der junge Trainer hat Mumm und frische Ideen.*
Grammatik und Wendungen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Mumm | maskulin |
| Genitiv | des Mumms | selten gebraucht |
| Plural | – | kein Plural |
| Wendung | Mumm haben | mutig sein |
| Wendung | Mumm in den Knochen haben | verstärkt: sehr mutig |
Beispielsätze
- Hast du den Mumm, ihm die Wahrheit zu sagen?Umgangssprachlich; häufig mit zu-Infinitiv.
- Für eine Kündigung ohne neuen Job fehlte ihr der Mumm.Auch verneint üblich: keinen Mumm haben.
- Respekt, die Kleine hat Mumm!Anerkennend, oft über Kinder oder Jüngere.
Synonyme und Herkunft
- Synonyme: Mut, Courage, Schneid, Traute (*sich nicht trauen*), salopp auch *Eier* (derb).
- Gegenteil: Feigheit, Zaghaftigkeit, Angst.
- Herkunft: nicht sicher geklärt. Eine verbreitete Deutung sieht in *Mumm* eine verkürzte Form von lateinisch *animum*, „Mut, Geist“, aus der Studentensprache des 19. Jahrhunderts.
- Stilebene: umgangssprachlich; in offiziellen Texten schreibt man eher *Mut* oder *Entschlossenheit*.
Ist Mumm ein Schimpfwort?
Nein, es ist ein harmloses, eher lobendes Wort aus der Umgangssprache.
Was ist der Unterschied zwischen Mumm und Schneid?
Beide bedeuten Mut; Schneid betont das Forsche und ist besonders im Süden und in Österreich verbreitet.