Flut: steigendes Wasser, Gezeiten und eine Flut von Nachrichten

Flut ist das regelmäßige Ansteigen des Meeresspiegels im Rhythmus der Gezeiten, außerdem eine Überschwemmung oder übertragen eine sehr große Menge von etwas.

An der Nordsee bestimmt die Flut den Tagesablauf: Sie kommt etwa alle zwölfeinhalb Stunden und füllt das Watt wieder mit Wasser. Gegenstück ist die Ebbe. Wer im Watt wandert, muss die Flut kennen, denn sie kommt schneller, als man laufen kann. Übertragen meint das Wort jede überwältigende Menge.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Flutfeminin
Genitivder Flutunverändert
Pluraldie Flutenoft poetisch
Verbfluten, überflutenmit Wasser füllen
KompositaSturmflut, Springflut, Datenflutsehr produktiv

Beispielsätze

Sintflut ist keine Sündflut

Die biblische Sintflut wird oft als ‚Sündflut‘ gedeutet, weil sie die Menschen für ihre Sünden strafte. Das ist eine Volksetymologie. Das althochdeutsche *sinvluot* enthält die Vorsilbe *sin-* ‚immerwährend, gewaltig‘, die Sintflut ist also einfach die ‚große Flut‘. Erst später lag die Verbindung zur Sünde so nahe, dass Luther und andere Schreiber zeitweise *Sündflut* schrieben. Die Welle hat übrigens eine andere Wurzel; Flut ist mit *fließen* verwandt.

Was ist der Unterschied zwischen Flut und Hochwasser?

Flut ist zunächst das regelmäßige Steigen des Meeres. Hochwasser meint einen ungewöhnlich hohen Wasserstand, oft an Flüssen; im Alltag werden beide Wörter für Überschwemmungen gebraucht.

Wie oft kommt die Flut?

An der deutschen Nordseeküste zweimal am Tag, im Abstand von etwa zwölf Stunden und 25 Minuten.

Quellen

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