Dame: höfliche Anrede, Schachfigur und ein Brettspiel
Eine Dame ist eine Frau, besonders in höflicher Ausdrucksweise. Außerdem heißen so die stärkste Figur im Schach, eine Spielkarte und ein Brettspiel.
Dame ist das höfliche Gegenstück zu Herr und zugleich die mächtigste Figur auf dem Schachbrett. Auf dem Brett darf die Dame alles, was ihr König sich nicht traut.
- Frau (höflich). *Die Dame am Schalter war sehr freundlich.*
- Gebildete, vornehme Frau. *Sie ist eine echte Dame.*
- Schachfigur. *Weiß opfert die Dame.*
- Spielkarte. *Ich habe die Herzdame.*
- Brettspiel. *Wir spielen Dame.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus und Artikel | die Dame | die Dame in Rot |
| Genitiv | der Dame | der Hut der Dame |
| Plural | die Damen | meine Damen |
| Adjektiv | damenhaft | ein damenhafter Auftritt |
| Komposita | Damentoilette, Hofdame, Damespiel | zur Damentoilette |
Beispielsätze
- Meine Damen und Herren, herzlich willkommen!Feste Anredeformel in Reden.
- Die alte Dame wohnt im dritten Stock.*alte Dame* ist respektvoller als *alte Frau*.
- Mit dem Bauern kann er eine neue Dame holen.Schach: Umwandlung eines Bauern.
Dame im Spiel
Das Wort kommt über französisch *dame* von lateinisch *domina* „Herrin“. Im mittelalterlichen Schach war die Figur neben dem König noch schwach und hieß nach persischem Vorbild *Fers*, also Berater oder Wesir; sie durfte nur ein Feld schräg ziehen. Erst im späten 15. Jahrhundert erhielt sie in Europa ihre heutige Reichweite über das ganze Brett. Umgangssprachlich sagt man im Schach auch Königin; im Fachgebrauch heißt sie aber *Dame*.
Was ist der Unterschied zwischen Dame und Frau?
*Frau* ist neutral. *Dame* ist höflicher oder betont Eleganz und gutes Benehmen; auf Schildern steht oft *Damen* statt *Frauen*.
Wie spielt man Dame?
Zwei Spieler ziehen ihre Steine diagonal über ein Schachbrett und schlagen gegnerische Steine durch Überspringen. Wer die letzte Reihe erreicht, bekommt eine *Dame*.