Minus oder Plus? Rechenzeichen, Temperatur und Kontostand

Minus bezeichnet das Rechenzeichen für Subtraktion und negative Werte. Als Nomen „das Minus“ meint es einen Fehlbetrag, Verlust oder Nachteil.

Minus begegnet uns in der Mathematik, auf dem Thermometer und auf dem Kontoauszug. Ein Minus nimmt immer etwas weg – Zahlen, Wärme oder Geld. Das Wort ist zugleich Konjunktion, Präposition, Adverb und Nomen und damit grammatisch ungewöhnlich vielseitig.

Formen und Gebrauch

WortartFormBeispiel
Konjunktionminusacht minus zwei
Präpositionminus + Genitivder Preis minus der Steuern
Nomendas Minusein Minus von 5 Prozent
Pluraldie Minusselten
KompositaMinuspunkt, Minusgrade, Minuszeichenhäufig

Beispielsätze

Herkunft und Zeichen

*Minus* ist lateinisch und bedeutet „weniger“; es ist die Neutrumform von *minor* „kleiner“. Verwandt sind *Minute* (ein „verkleinerter“ Teil der Stunde), *Minimum* und *minimal*. Das Rechenzeichen „−“ ist erstmals in deutschen Rechenbüchern des späten 15. Jahrhunderts belegt, etwa bei Johannes Widmann 1489. Als Gegenstück dient *plus* „mehr“. In der Kaufmannssprache sagt man statt *minus* oft *abzüglich*, in Schulnoten bedeutet ein Minus eine leichte Abwertung, etwa „Zwei minus“. Ein großes Minus in der Bilanz bedeutet Verlust.

Welche Wortart ist minus?

Je nach Satz Konjunktion (fünf minus zwei), Präposition (minus der Gebühren) oder großgeschrieben Nomen (das Minus).

Wie liest man −5 °C?

„Minus fünf Grad“ oder „fünf Grad unter null“.

Quellen

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