Mauer oder Wand? Steine, Grenzen und ein historischer Abend

Eine Mauer ist ein aus Steinen oder Beton errichtetes Bauwerk, das etwas begrenzt, stützt oder schützt. Übertragen steht sie für Abgrenzung und Abwehr.

Eine Mauer wird Stein auf Stein gesetzt und soll lange halten. Im Deutschen genügt „die Mauer“, und jeder denkt an Berlin. Anders als die Wand steht eine Mauer meist im Freien oder trägt ein Gebäude.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genusdie Mauereine hohe Mauer
Genitivder Mauerhinter der Mauer
Pluraldie Mauerndicke Mauern
VerbmauernDie Abwehr mauert.
KompositaStadtmauer, Mauerfallnach dem Mauerfall

Beispielsätze

Herkunft

Mauer ist ein frühes Lehnwort aus dem Lateinischen: *murus* bedeutete „Mauer, Wall“. Die Germanen bauten vor allem mit Holz und Lehm; den gemauerten Steinbau lernten sie von den Römern kennen und übernahmen mit der Technik auch das Wort. Althochdeutsch hieß es *mūra*. Ähnlich kamen *Ziegel* (von *tegula*), *Kalk* und *Fenster* aus dem Lateinischen. Die Berliner Mauer wurde ab dem 13. August 1961 errichtet und stand bis 1989 als Grenze zwischen Ost und West.

Was ist der Unterschied zwischen Mauer und Wand?

Eine *Wand* begrenzt einen Raum, meist innen. Eine *Mauer* ist massiv gemauert und steht oft frei im Gelände.

Wie lautet der Plural?

*die Mauern*.

Quellen

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