Mangel: das Fehlen von etwas – und eine Maschine für Wäsche

Der Mangel bezeichnet das Fehlen oder die unzureichende Menge von etwas sowie einen Fehler an einer Sache. Die Mangel (feminin) ist dagegen ein Gerät zum Glätten von Wäsche.

Hinter Mangel verbergen sich zwei Wörter mit verschiedenem Geschlecht. *Der* Mangel ist das Fehlen von etwas, *die* Mangel eine Walze zum Glätten von Wäsche. Wer in die Mangel genommen wird, leidet nicht an Mangel – er wird ordentlich in die Zange genommen. Beide Wörter sind im Alltag lebendig.

Formen der beiden Wörter

Merkmalder Mangeldie Mangel
BedeutungFehlen, DefektWäscherolle
Genitivdes Mangelsder Mangel
Pluraldie Mängeldie Mangeln
Verbmangeln (es mangelt an)mangeln (Wäsche glätten)
KompositaVitaminmangel, SchlafmangelHeißmangel

Beispiele

Mangel im Recht und im Alltag

Im Kauf- und Mietrecht ist der Mangel ein Fachbegriff: Hat eine gekaufte Sache einen Mangel, kann der Käufer Nacherfüllung verlangen; eine Mietwohnung mit Mangel kann zur Mietminderung berechtigen. Davon zu unterscheiden ist Not: Mangel heißt nur, dass etwas fehlt; Not bedeutet eine bedrängende Lage. Die Wäschemangel dagegen kommt aus dem Niederländischen *mangel* und geht über das Lateinische auf griechisch *mánganon* „Walze, Wurfmaschine“ zurück.

Was ist der Unterschied zwischen der Mangel und die Mangel?

Der Mangel ist das Fehlen von etwas oder ein Defekt; die Mangel ist eine Maschine zum Glätten von Wäsche.

Heißt es mangels Beweisen oder mangels Beweise?

Korrekt ist der Genitiv mangels Beweises; im Plural, wo der Genitiv nicht erkennbar ist, steht der Dativ: mangels Beweisen.

Quellen

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