Warum der Bikini nach einem Atoll im Pazifik benannt ist

Ein Bikini ist ein zweiteiliger Badeanzug für Frauen aus Oberteil und Höschen. Er wurde 1946 in Paris vorgestellt und nach dem Bikini-Atoll im Pazifik benannt.

Der Bikini gehört zum Sommer wie Sonnencreme und Sand. Doch sein Name hat eine erstaunlich ernste Herkunft: Er stammt vom Bikini-Atoll im Pazifik, wo die USA ab 1946 Atomwaffen testeten. Der Modeschöpfer Louis Réard wollte, dass sein Entwurf so explosiv wirkt wie eine Atombombe. Das gelang: Der knappe Zweiteiler galt lange als Skandal.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Bikinimaskulin
Genitivdes Bikinis–
Pluraldie Bikinis–
VariantenTankini, MonokiniWortspiele mit „bi-“
KompositaBikinioberteil, Bikinihoseauch „Bikinizone“

Bikini in Beispielsätzen

Ein Wortspiel, das keines war

Viele halten „bi-“ in Bikini für die lateinische Vorsilbe „zwei“. Das ist ein Irrtum: Der Name ist nur der des Atolls. Trotzdem entstanden aus dieser Deutung neue Wörter. Der Monokini (ohne Oberteil) und der Tankini (mit Tanktop-Oberteil) spielen mit der vermeintlichen Zahl. Sprachwissenschaftler nennen so etwas eine Volksetymologie: Ein Wort wird nachträglich so verstanden, als hätte es Bestandteile, die es ursprünglich nicht hatte.

Ist es der oder das Bikini?

Standardsprachlich der Bikini. Das Neutrum hört man nur vereinzelt.

Wann wurde der Bikini erfunden?

Louis Réard stellte ihn am 5. Juli 1946 in Paris vor; zweiteilige Badekleidung gab es allerdings schon früher.

Quellen

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