Was bedeutet Laune? Stimmung, Einfall, Mondphase

Laune ist die augenblickliche Stimmung eines Menschen, etwa gute oder schlechte Laune; im Plural auch wechselhafte Einfälle oder Stimmungsschwankungen.

Laune kann sich innerhalb von Minuten ändern – ein Lob hebt sie, ein Stau verdirbt sie. Die Menschen des Mittelalters machten dafür den Mond verantwortlich, und genau daher hat das Wort seinen Namen. Heute spricht man von guter, schlechter oder bester Laune.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genusdie Launedie gute Laune
Genitivder Launetrotz der schlechten Laune
Pluraldie LaunenLaunen des Wetters
Adjektivlaunisch / gut gelauntein launischer Chef
Kompositumdie Gute-Laune-MusikGute-Laune-Musik im Radio

Beispielsätze

Herkunft

Laune geht über mittelhochdeutsch *lūne* auf lateinisch *luna* („Mond“) zurück. Man glaubte, die Mondphasen beeinflussten Gemüt und Schicksal des Menschen. Wer launisch ist, verhält sich der alten Vorstellung nach so wechselhaft wie der Mond. Die gleiche Idee steckt im englischen „lunatic“ (wörtlich „mondsüchtig“). Verwandt im Sinn ist auch Humor, der ebenfalls aus einer antiken Lehre vom Gemüt stammt.

Was ist der Unterschied zwischen Laune und Stimmung?

Beide meinen die Gefühlslage. „Laune“ ist persönlicher und kurzfristiger; „Stimmung“ kann auch eine ganze Gruppe oder einen Raum betreffen.

Was bedeutet „launisch“?

Launisch ist, wessen Stimmung oft und unberechenbar wechselt. Schnell schlägt die gute Laune dann in Ärger um.

Quellen

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