Was bedeutet Laune? Stimmung, Einfall, Mondphase
Laune ist die augenblickliche Stimmung eines Menschen, etwa gute oder schlechte Laune; im Plural auch wechselhafte Einfälle oder Stimmungsschwankungen.
Laune kann sich innerhalb von Minuten ändern – ein Lob hebt sie, ein Stau verdirbt sie. Die Menschen des Mittelalters machten dafür den Mond verantwortlich, und genau daher hat das Wort seinen Namen. Heute spricht man von guter, schlechter oder bester Laune.
- Augenblickliche Stimmung. *Sie hat heute richtig gute Laune.*
- Wechselhaftes Verhalten (Plural). *Ich habe keine Lust mehr auf seine Launen.*
- Plötzlicher Einfall. *Aus einer Laune heraus buchten wir eine Reise.*
- Zufall, Unberechenbares. *Das war eine Laune der Natur.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | die Laune | die gute Laune |
| Genitiv | der Laune | trotz der schlechten Laune |
| Plural | die Launen | Launen des Wetters |
| Adjektiv | launisch / gut gelaunt | ein launischer Chef |
| Kompositum | die Gute-Laune-Musik | Gute-Laune-Musik im Radio |
Beispielsätze
- Lass dir nicht die Laune verderben!Aufmunterung im Alltag.
- Mit Kuchen halten wir die Kinder bei Laune.„Bei Laune halten“ = zufrieden halten.
- Das Wetter im April hat seine Launen.Übertragen auf Unberechenbares.
Herkunft
Laune geht über mittelhochdeutsch *lūne* auf lateinisch *luna* („Mond“) zurück. Man glaubte, die Mondphasen beeinflussten Gemüt und Schicksal des Menschen. Wer launisch ist, verhält sich der alten Vorstellung nach so wechselhaft wie der Mond. Die gleiche Idee steckt im englischen „lunatic“ (wörtlich „mondsüchtig“). Verwandt im Sinn ist auch Humor, der ebenfalls aus einer antiken Lehre vom Gemüt stammt.
Was ist der Unterschied zwischen Laune und Stimmung?
Beide meinen die Gefühlslage. „Laune“ ist persönlicher und kurzfristiger; „Stimmung“ kann auch eine ganze Gruppe oder einen Raum betreffen.
Was bedeutet „launisch“?
Launisch ist, wessen Stimmung oft und unberechenbar wechselt. Schnell schlägt die gute Laune dann in Ärger um.