Lächeln: das kleine Lachen ohne Ton

Lächeln heißt, mit leicht nach oben gezogenen Mundwinkeln Freude, Freundlichkeit oder Ironie auszudrücken, ohne laut zu lachen. Das Lächeln ist auch der Gesichtsausdruck selbst.

Lächeln ist die leise Schwester des Lachens. Ein Lächeln versteht man in jeder Sprache, aber nicht jedes Lächeln meint dasselbe. Es kann freundlich, verlegen, überlegen oder spöttisch sein – das Deutsche hat dafür viele Adverbien.

Konjugation von lächeln

FormlächelnHinweis
Präsens (ich)lächleauch: lächele
Präsens (er)lächeltEr lächelt höflich.
Präteritumlächelteregelmäßig
Partizip IIgelächeltSie hat gelächelt.
Perfekt-Hilfsverbhabennicht „sein“

Beispielsätze

Die Endung -eln

Lächeln ist von *lachen* abgeleitet. Die Endung *-eln* macht im Deutschen oft eine Handlung kleiner, schwächer oder häufiger: *lachen → lächeln*, *tropfen → tröpfeln*, *husten → hüsteln*, *spotten → spötteln*. Der Umlaut verstärkt den verkleinernden Charakter, ganz wie bei Diminutiven auf *-chen*.

Ein lautes, kurzes Lachen heißt Lacher. Das Lächeln dagegen bleibt meist stumm und zeigt sich im Gesicht, vor allem an Mundwinkeln und Augen. Ein echtes, unwillkürliches Lächeln, bei dem sich auch die Augen mitbewegen, nennt man in der Psychologie *Duchenne-Lächeln*.

Heißt es ich lächle oder ich lächele?

Beide Formen sind korrekt; *ich lächle* ist im Alltag häufiger.

Wird das Lächeln großgeschrieben?

Ja, als Substantiv: *das Lächeln*. Als Verb klein: *Sie lächelt*.

Quellen

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