Was ist ein Gelübde? Ein feierliches Versprechen vor Gott und Menschen

Ein Gelübde ist ein feierliches, oft religiöses Versprechen, durch das sich jemand zu etwas verpflichtet, etwa Ordensleute zu Armut, Keuschheit und Gehorsam.

Gelübde ist ein gewichtiges Wort: Wer ein Gelübde ablegt, verspricht nicht nur etwas, er bindet sich feierlich – meist vor Gott. Mönche und Nonnen geloben Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam; diese drei Gelübde prägen das Klosterleben seit Jahrhunderten. Im weltlichen Sinn spricht man auch vom Ehegelübde.

Formen und Wortfamilie

FormWortHinweis
Genus + Artikeldas GelübdeNeutrum
Genitivdes Gelübdesmit -s
Pluraldie Gelübdeendungslos
Verbgelobener gelobt, gelobte, hat gelobt
KompositaOrdensgelübde, Ehegelübde, ArmutsgelübdeGelübde als Grundwort

Gelübde in Beispielsätzen

Gelübde, Eid, Schwur

Woher kommt das Wort?

Von *geloben*, verwandt mit *loben* und *Glaube*. Das Gelübde ist also eigentlich „das Gelobte“.

Kann man ein Gelübde zurücknehmen?

Bei Ordensleuten nur mit kirchlicher Dispens. Im weltlichen Sinn ist es eine moralische, keine rechtliche Bindung.

Spricht man von einem oder mehreren Gelübden?

Beides. Im Kloster legt man drei Gelübde ab; im Dativ Plural heißt es *mit den Gelübden*, wie bei vielen Neutra auf -e.

Quellen

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